Social Media Marketing im Dschungelcamp
Social Marketing gilt nicht nur hier als eines der profitabelsten Marketinginstrumente der Zukunft und von heute. Wie man das soziale Marketing für sich oder sein Unternehmen sinnvoll einsetzen kann, möchte ich am Beispiel von RTL zeigen.
Was ist eigentlich Social Media Marketing?
Am besten erklärt man das Ganze so, dass viele kleine Bausteine ein Ganzes ergeben und den größten Nutzen bringen. Social Media Marketing funktioniert nämlich nur dann richtig gut, wenn man einen gut vorbereiteten Plan auch in die Tat umsetzt. Folgende Eckpunkte gehören zum Planen dazu:
- binde Produkte mit viralem Potential ein
- bilde Gemeinschaften (Communities)
- verfolge unbedingt den Erfolg Deiner Kampagne (Tracking)
- Optimierung der Inhalte – sorge dafür, dass die Inhalte auch gefunden werden
- glänze mit Fachwissen (Reputation)
- sammle Informationen und Wissen
- Nutze die Kontaktmöglichkeiten der Social Communities
- sei stets aktuell
- nutze die interaktive Möglichkeiten der Community (Aktivität und Reaktionen der Kunden)
Erfolgreiches Social Marketing bei “Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!”
Wenn wir jetzt die einzelnen Punkte ein wenig genauer betrachten und sie mit der aktuellen Staffel von RTL`s Serie “Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!” verbinden, dann gibt es durchaus einige Punkte die die Marketingabteilung von RTL sehr gut umgesetzt hat.
Obwohl Social Media Marketing hauptsächlich im Online Marketing eingesetzt wird, so scheint es im TV genauso zu funktionieren.
Punkt 1 ist wohl schon einmal hervorragend umgesetzt. Was hat ein besseres virales Potential als die ekelerregenden Prüfungen die die Campbewohner über sich ergehen lassen? Zusätzlich beleidigt und diffamiert man noch die Kandidaten bis unter die Gürtellinie und man hat den zweiten viralen Effekt. Der dritte ist dann das ungleiche Moderatorenpaar. Mit eher ernsthaften Moderatoren wäre kaum ein viraler Effekt zu erzielen, also nimmt man diese Kichererbse und dazu den Kicherkürbis.
Punkt 2 wird im privaten Bereich allein schon durch die gegensätzlichen Meinungen gebildet. Die eine Gemeinschaft verabscheut die Sendung aufs Schärfste und sieht sie dennoch und die andere labt sich an der Schadenfreude. Grenzen des Anstandes und des guten Geschmacks werden schon seit Jahren kontinuierlich ausgehölt.
Punkt 3 wird hier hervorragend durch die eingehenden Telefonanrufe getrackt. Als angenehmen Nebeneffekt streicht man damit auch noch so richtig viel Geld ein.
Punkt 4 ist für den Sender noch einfacher zu realisieren. Ein großes Webportal und Crossmarketing in diversen anderen Sendungen sorgen für eine größtmögliche Verbreitung.
Punkt 5 und 6 ist nicht schwierig umzusetzen. Wer kennt sich im Ekel TV schon besser aus als RTL?
Punkt 7 kann RTL durch das eigene Webportal mit angehängtem Forum ausreichend bedienen
Punkt 8 wird nicht nur durch Sender selbst in täglichen Updates aktuell gehalten, sogar Tageszeitungen berichten kostenlos über die neuesten Ereignisse.
Punkt 9 wird ebenso durch die eigene Homepage und dem Forum bedient. Zusätzlich ist das Thema so ekelhaft, dass auch in Blogs und Social News für ausreichende Verbreitung gesorgt wird
Natürlich ist das beispiel hier eigentlich nicht eine klassische Social Media Marketing Kampagne. Dennoch kann man anhand dieses Beispiels sehr gut erkennen, was alles möglich ist und das auch noch mit geringen Werbekosten der zu einem enormen Ertrag führt.
Für uns Blogger git es auch solchen Kampagnen einiges abzuleiten und zu lernen. Aber bitte startet jetzt keinen Trash-Blog um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn dann müßt Ihr das Ding auch komplett bis zum Ende durchziehen!
Wie ist denn Eure Meinung dazu?
Rock on…
Tags: dschungelcamp, Marketing, media, rtl, social
Bring on the comments
Leave a Reply
Additional comments powered by BackType






Im Grunde hast Du recht. All diese Dinge funktionieren allerdings nur wenn die Grenze von Sendung zu Sendung weiter verschoben wird. Sonst spricht keiner mehr darüber. Es kann also immer nur noch ekliger und damit menschenverachtender werden. Wir können uns also darauf freuen, dass Augen und Hoden bald den lebendigen Tieren aus- und abgebissen werden. Der WWF und Greenpeace schaffen das gewünschte Medienecho… Die Würde (der Menschen) bleibt da meines Erachtens auf der Strecke. Das diese so willfährig von den Kandidaten hergegeben wird stimmt ebenfalls nachdenklich. Aber hätte man was ordentliches gelernt…
Klar, eine Steigerung muß immer her, ansonsten werden die Zuschauer noch gelangweilt. Nichts ist langweiliger als das was man schon einmal gesehen hat. Die Kandidaten haben allerdings auch eine große Chance Social Media Marketing für sich selbst zu nutzen.
Der letzte Gewinner hat das sehr erfolgreich hinbekommen.
Ich vermute, dass sich dieser Effekt genauso abnutzen wird wie bei Superstars oder bei den ex BB Bewohnern. Die der ersten Staffel hat man gekannt. Ob ein wirklich langfristig positiver Einfluss übrig bleibt sehe ich nicht. Die Anmoderartion :der Gewinner der ersten Staffel“ bleibt der erste Platz der Gewinner der jetzigen Ausgabe wird allenfalls Gewinner der Kategorie „B“. Und was bleibt für das Social Media Marketing? Eine Frau Sigel macht Werbung für Ihren Chirurgen und an allen andere bleibt der Mist hängen der Kübelweise über Sie gegossen wurde. Gibt es nach so einer Sendung ein Zurück eine ernst zu nehmende Rolle in der Medianlandschaft? Ich glaube nicht. IN den kommenden Monaten können sich die Kandidaten nach dem Geschmack von Ekligem und dem Geruch von Stinkendem von Talkshow zu Talkshow retten. Das schafft keinen Marktwert. Ros hatte den Vorteil, dass er eine junge Zielguppe bedient, die u.U. den Helden in ihm sehen mag. Die Promis im Alter von 25+ machen sich mit so einer Sendung bei Ihrer Zielgruppe unmöglich. Es kann also keinen Weg zurück ans Glücksrad geben, egal wie heiß das Social Media Marketing- Strohfeuer brennen mag.
Damit hast du wahrscheinlich sogar Recht. Wer glaubt es Ross problemlos nachmachen zu können, der täuscht sich sicherlich gewaltig. Ich nehme sogar an, dass er mit Sicherheit nicht mit einem Marketinplan in den Dschungel gegangen ist, sondern einfach er selbst war.
Bei den jetzigen Kandidaten ist es schwierig einen C-Promi zu finden der authentisch daher kommt.
Abgenutzt ist die Sendung allemal, treibt aber dennoch Millionen vor den Schirm und das führe ich auf das Marketing zurück. Wer als C-Promi sich geschickt präsentiert wird auch als Sieger hervorgehen, ob er nun ehrlich dabei ist oder nicht.