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Jul 29

Der erfolgreiche Onlineshop – Das Konzept

Veröffentlicht am Mittwoch, Juli 29, 2009 in E-Commerce
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Um seine Produkte im Internet erfolgreich zu verkaufen, oder mit einer neuen Idee zu starten, ist der erste Schritt oft der eigene Onlineshop. Dabei werden natürlich oft und viele Fehler begangen. In diesem Artikel zeige ich die häufigsten Fehler und wie man sie umgehen kann. Der erste Artikel startet bevor man seinen Shop online stellt – mit dem Konzept.

Geld verdienen ist im Internet mindestens ebenso schwer wie im normalen Geschäftsleben auch. Wer sich ohne Wissen traut einen Onlineshop auf die Beine zu stellen, wird meist sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Dabei ist es gar nicht so schwer wie es scheint. Wer ein paar Grundregeln beachtet, wird auch schneller und nachhaltiger Erfolge einfahren. Dabei spielt es keine große Rolle wie man mit seinem Onlineshop startet. Entweder man sucht sich die passenden Fachleute, oder eignet sich das komplette Fachwissen selbst an. Natürlich ist es dabei so gut wie unmöglich sich so ein Wissen umfassend anzueignen, eine gute Basis hilft aber enorm um auch die Dienstleistungen besser beurteilen zu können.

Die Basis eines erfolgreichen Onlineshops ist immer eine gute Idee und ausgereiftes Konzept. Ohne diese beiden Grundvorraussetzungen sollte man das Ganze wohl doch lieber lassen. Keine Bank wird sonst auch nur einen Cent dafür zur Verfügung stellen.

Die Idee für einen erfolgreichen Onlineshop

Planung - KugelschreiberOhne eine richtig gute Idee wird man wohl kaum auch nur irgendeine Chance in der großen weiten Welt des Internet haben. Hier gibt es so gut wie nichts, was nicht auch schon ein Wettbewerber längst online versucht zu verkaufen. Doch auch das sollte kein Grund sein die eigene Idee zu verwerfen. Genau hier ist nämlich ein guter Ansatz um den Wettbewerb genau zu analysieren. Dabei kann man nicht nur einiges lernen, sondern auch jede Menge Input für neue Ideen gewinnen.

  • Welche Artikel werden verkauft?
  • Welche Artikel fehlen?
  • Was gefällt besonders gut und wie kann ich es für meinen Shop nutzen?
  • Welche Artikel verkaufen sich besonders gut?
  • Wie ist seine Online Reputation?
  • Wie sieht das Layout aus?
  • Wie ist die Usability?
  • Was sagen Freunde über den Shop?

Ich kenne eine Menge Leute, die wirklich gute Ideen für einen Onlineshop haben. Meistens werden diese Ideen dann aber nicht in die Tat umgesetzt. Die Gründe warum diese Ideen nicht funktionierten, sind oft ähnlich.

  • Ideen werden im Keim erstickt durch mehr oder weniger konstruktive Kritik
  • Die Kosten sprengen den Rahmen
  • Es mangelt an Fachwissen oder passenden Dienstleistern
  • Der Faktor Zeit wird unterschätzt
  • Der Wettbewerb wurde nicht ausreichend analysiert

Das Konzept

KonzeptOhne ein gutes Konzept wird es auch keinen Erfolg geben, so einfach könnte man es ausdrücken. Natürlich gibt es auch hier einige Ausnahmen, aber wer so viel Glück hat, kann ebenso gut Lotto spielen. In einem guten Konzept sollten einige Punkte intensiv betrachtet und umgesetzt werden. Die Grundidee eines Onlineshops gehört natürlich ebenso zu einem Konzept. Ich habe sie dennoch als einzelnen Punkt aufgeführt um sie ein wenig in den Vordergrund zu rücken.

Marktchancen

Welche Chancen sehe ich auf dem Markt und wie platziere ich mich am besten mit meinen Produkten. Wer unter seinen Produkten eine Nische findet, der hat gleich doppelte Chancen. Wer keine Nische hat, der sollte schauen ob er nicht vielleicht mit seinen Produkten eine schaffen kann. Oft kann eine kleine Abwandlung des Artikels schon eine echte Nische sein. Das könnte z.B. die Personalisierung eines Artikels sein.

Corporate Design

In einer Zeit wo in jedem Haushalt ein PC steht, glauben auch die meisten sie könnten damit alles machen. Kurz mal ein Programm installiert, ein paar Klicks gemacht, Text eingeben und fertig ist ein neues Firmenlogo. Wenn ich mir anschaue wie sich manche Shops im Internet präsentieren, dann sehe ich genau woran gespart wurde. Ein gutes Logo sollte auch etwas über den Shop aussagen und nicht einfach nur lieblos zusammengeklickt werden. Ich frage mich immer warum die Leistung eines Grafik Designers nicht ausreichend geschätzt wird. Um ein Grafik Designer zu werden absolviert man ein Studium. Wollen wir uns in Zukunft auch noch den Blinddarm selber rausnehmen?

Ok, ist natürlich ein wenig ab vom Thema. Ich wollte aber nur ein wenig klarmachen wie wichtig auch dieses Thema ist. Lieber ein paar Euro mehr einplanen und sich ein ordentliches Layout von einem kreativen Profi erstellen lassen. Tipp: Lieber einen Dienstleister suchen, der sowohl Screen als auch das Print Design beherrscht. So braucht der Designer nämlich nicht das als Screendesign erstellte Logo für einen späteren Druck (z.B. Visitenkarten) neu bauen. Im Screendesign werden nämlich meistens nur Formate geliefert wie JPG, und diese sind bei einer normalen Auflösung von 72 dpi nicht in einer ausreichenden Qualität druckbar.

Das Budget

Das zur Verfügung stehende Kapital muss nicht immer zwingend sehr groß sein. Auch mit kleinen Mitteln lässt sich durchaus starten. Bevor man einen Onlineshop startet sollte man sich aber über die Kosten informieren, die auf jeden Fall anfallen werden. Der größte Kostenfaktor ist bei einem Onlineshop meistens der Shop selbst. Wer hier auf eine Open Source Lösung setzt, der sollte sich zumindest ein richtig gutes Layout erstellen lassen. Auch sollte die Shopsoftware einige wichtige Dinge schon integriert haben. Darauf gehe ich aber in einem der nächsten Artikel genauer ein. Ein gewisses Werbebudget für Banner oder Google Adwords sollten auch mit eingeplant werden. Die monatlichen Kosten für das Hosting verstehen sich natürlich von selbst. Hier ein paar Stichpunkte für eventuell einzuplanende Kosten.

  • Programmierung einer eigenen Shoplösung
  • Layout einer Open Source Shoplösung
  • Layout vom Logo bzw. Corporate Design
  • Anwaltskosten für die Rechtssicherheit
  • Eventuelle Shopsiegel
  • Werbekosten für Banner, Adwords, Newsletter und Co.
  • Hostinggebühren
  • Listung der Artikel auf externen Plattformen wie Gimmahot usw.

Ein paar Tipps

Gerade am Anfang ist es immer sehr hilfreich, wenn man sich möglichst alles notiert, was einem gerade zu dem Thema eingefallen ist. Dabei spielt es noch nicht einmal eine große Rolle, ob sie dann später auch brauchbar sind. Löschen und Verändern kann man sie schließlich immer noch. Ein paar kleine Tools können dabei gerade für Webworker sehr hilfreich sein.

Für das Konzept mit den einzelnen Bausteinen benutze ich dabei sehr gerne bubbl.us. Hier kann man schnell und einfach seine eigene kleine Mindmap aufbauen. Gerade beim erstellen so einer Mindmap gibt es immer wieder neue Ansätze, die einem sonst vielleicht nicht eingefallen wären. Für diese Artikelserie habe ich auch eine Mindmap erstellt.

Mindmap_Onlineshop

Für die täglichen schnellen Informationen zwischendurch wäre natürlich auch ein passendes Tool ganz hilfreich. Dabei sollte es ganz normale Textschnipsel genauso speichern können wie eine URL. Evernote macht dabei für mich den besten Eindruck und ist für diverse Betriebssysteme (sogar für Handys) verfügbar.

YouTube Preview Image

So, ich hoffe Euch eine kleine Hilfestellung gegeben haben zu können. Die nächsten Artikel dieser kleinen Serie befassen sich dann ausführlicher mit den Themen, die zu einem erfolgreichen Onlineshop gehören. Abschliessen werde ich diese Reihe dann mit einem kompletten Ebook, in dem alle Artikel noch einmal zusammengefasst sind.

Rock on…

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Bring on the comments

  1. Tolle Serie – bin schon gespannt auf die nächsten Teile!

  2. RenéNo Gravatar sagt:

    Was meist vergessen wird: Selbst die Open-Source-Shops verschlingen eine Menge Zeit und Geld für Wartungs- bzw. Anpassungsarbeiten! Da lohnt es sich schon meist auf Ready-to-use-Shops zurückzugreifen. Hier muss man zwar dann monatlich was zahlen, hat aber nix mit dem ganzen technischen Gedöns zu tun. – Was extrem wichtig ist, da man als Kaufmann (=Shopbetreiber) ja eigentlich nur zwei Kernfunktionen hat: Günstig einkaufen und gut verkaufen. – Den ganzen anderen Kram sollte man besser outsourcen. Denn damit verdient man nix…

  3. StefanNo Gravatar sagt:

    Da ist sicherlich etwas dran. Der Nachteil dieser Lösung ist aber oft, dass selbst die kleinste Anpassung meistens lange dauert und eben dann das Geld verschlingt. Das mag natürlich nicht auf alle Lösungen zutreffen. Darum ist eine umfangreiche Analyse des Wettbewerbs ja auch so wichtig, denn die haben die Fehler ja bereits gemacht. :-)

  4. MarcelNo Gravatar sagt:

    bitte weiter so! bin schon auf die nächsten artikel gespannt. plane derzeit selbst einen onlineshop…

  5. BorisNo Gravatar sagt:

    Informativer Artikel.. der Hinweis auf die “Anwaltskosten für Rechtssicherheit” ist sicher nicht fehl am Platz.
    Viele von denen ich höre oder hörte scheitern eher daran, dass sie keine Ahnung haben was sie verhökern dürfen, unter welchen Umständen usw. Vor allem in Deutschland ein grosses Thema, mit dem relativ umfangreichen Verbraucherschutz (zum Glück natürlich), Rückgaberechten und co, kann man schon mal noch einiges an Extrakosten generieren.

  6. StefanNo Gravatar sagt:

    Ja, dort werden oft die ersten Fehler begangen. Viele kopieren sich ihr Impressum usw. auch gerne zusammen. Das böse Erwachen kommt dann oft erst später.

  7. Unser umfangreiches Nachschlagewerk rund um das Thema Online-Handel bieten wir kostenlos als Onlineshop eBook an (Titel: Der Online Shop, 2. Auflage, November 2008, 800 Seiten).

    Gruss vom
    Autorenduo

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