Nov
26
2009

Onlineshop Marketing – Der Content

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Die Beschreibung von Produkten in Onlineshops ist doch total einfach, oder? Klar, jeder Hersteller bietet vorgefertigte Texte die man nur noch einfügen muss. Die Frage ist nur ob und wenn ja wie viel Sinn es macht Texte zu nehmen die jeder andere auch nutzt.

Wodurch verkaufen sich eigentlich Produkte am besten? Durch die Beschreibung oder durch die Bilder? Vielleicht doch eher durch ein Video oder nur durch den günstigen Preis? Richtig, durch alles was das Produkt ins richtige Licht rückt. Ein Artikel ist nämlich grundsätzlich der Star. Er verkauft sich durch ein extrem schickes Aussehen, eine Lobeshymne über seine Fähigkeiten und einem dazu passenden Preis.

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Leider wird aber genau das immer wieder gerne vergessen. Der potentielle Käufer bekommt jede Menge Informationen geliefert die ihn entweder kaum interessieren, er schon lange kennt oder rein gar nichts mit dem Produkt zu tun haben. Der Kunde wird abgelenkt von vielen manchmal sogar blinkenden Bannern, Pop-Ups oder Textwüsten. Ich stelle mir so eine Produktpräsentation gerne mal in einem realen Geschäft vor. Wie in diesem Beispielfoto sehr schön zu sehen, fragt man sich doch manchmal wirklich was eigentlich verkauft wird. Angebotsschilder oder doch lieber die Ware?

Beschreibung der Artikel

Die Artikelbeschreibungen der Hersteller sind ja gar nicht so schlecht. Das Problem ist nur, dass sie auch von beinahe jedem Händler eingesetzt werden. Man unterscheidet sich also kaum von den anderen Anbietern, zumindest nicht in diesem Punkt. Dabei ist hier immer eine grosse Chance sich vom Wettbewerb abzuheben und dem Kunden die Entscheidung den Einkauf leichter zu machen.

Formulierung

Natürlich hat man kaum die Zeit um die Texte komplett neu zu schreiben. Man kann sie aber recht schnell umformulieren und nach und nach optimieren. Es hat übrigens auch Vorteile, wenn man die Texte ab und zu mal aktualisiert, also am besten anreichert. Google findet nämlich nichts langweiliger als Seiten auf denen nichts passiert.

Keywords

Schlüsselwörter können im Text ruhig auch mal in <strong> ausgezeichnet werden. Man erhöht damit nicht nur die Lesbarkeit für den Kunden, sondern dazu auch noch für Google.

Listendarstellungen

Die Darstellung als Liste (z.B. für Artikelmerkmale) eignen sich auch immer sehr gut um eine gut lesbare Struktur in die Beschreibung zu bekommen, und haben ebenso Vorteile beim Ranking in den Suchmaschinen.

Metabeschreibung

Ja, ich weiss ja schon was Ihr sagen wollt. Die sind doch so was von unwichtig! Glaubt Ihr das wirklich? Für die Suchmaschinen sind die sicherlich belanglos, aber beim Bookmarken in ein Social Network sind die sehr wohl wichtig. Nur dadurch wird nämlich auch ein relevanter Text mit übergeben. Oder wollt Ihr die Beschreibung des Artikels den Usern überlassen?

Tags

Unterstützt Euer Shopsystem Tags? Dann würde ich Euch auch wirklich empfehlen diese zu nutzen. Durch die Eingabe dieser Tags gibt es nämlich zusätzliche Seiten je Tag, die Euch beim Ranking helfen können.

EAN Codes

Auch das kann eine sehr wichtige Eingabe werden. Zuindest dann, wenn Ihr Eure Artikel bei dem einen oder anderen Preisvergleich listen wollt. Es gibt nämlich durchaus ein paar die eingepflegte EAN Codes als Pflicht ansehen. Vor allem lässt Amazon in diesem Punkt gar nicht mit sich reden.

Inhalt der Artikelseite

Nachdem die Beschreibungen und die Formatierungen der Artikel jetzt klar sein sollten, schauen wir mal welche zusätzlichen Infos noch Sinn machen könnten.

Videos

Mittlerweile ist es wohl fast allen klar, Videos helfen beim Verkaufen. Das nötige Kleingeld ist natürlich gerade bei frisch gestarteten Shops eher nicht vorhanden. Man muss aber auch nicht unbedingt teure Videos produzieren um die Produkte an den Kunden zu bringen. Es kann durchaus sehr sympatisch sein, wenn man sich selbst einmal vorstellt, oder die Betriebskatze. Kunden mögen es genauso wie wir, wenn man eine persönliche Beziehung hat.

Wem das dann wiederum zu persönlich ist, der kann natürlich auch das eine oder andere Produktvideo einbinden. Von Produkten gibt es davon im Netz jede Menge bei YouTube & Co. Einfacher geht es natürlich über Dienstleister wie. z.B. CultClip. Die haben sich darauf spezialisiert in den Artikelbeschreibungen automatisch die richtigen Produktvideos zu zeigen.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Artikelbeschreibungen, oder wie heißt das Sprichwort? Bilder sollten natürlich zwingend alles mitbringen was sich der Kunde wünscht. Wer seine Produkte mit guten Bildern präsentiert wird auch erfolgreicher verkaufen. Ein paar Bedingungen sollten die Bildern dann aber schon erfüllen.

  • Darstellung als Thumbnail und als grosses Bild
  • Zoom für Detailansicht wäre schön
  • Alt Tags zwingend empfohlen
  • Sinnvolle Bildnamen wie Jeans.jpg anstatt 0143_12.jpg
  • Verschiedene Ansichten
  • Freigestellte Bilder lassen sich besser kombinieren

Zusatzinfos

Auch zusätzliche Informationen sollten in das Layout einer Artikelbeschreibung mit einfliessen. Dabei können diese natürlich sehr schön in Boxen dargestellt werden um möglichst flexibel im Layout bleiben zu können. Welche Informationen zusätzlich noch angezeigt werden, richtet sich vorrangig nach den angebotenen Produkten. Die wichtigsten zähle ich hier kurz einmal auf:

Produktbewertungen

Die sollten am besten von den Kunden direkt kommen. Wenn ein Kunde bei Euch gekauft hat, dann bittet ihn doch einfach um eine Bewertung und belohnt ihn mit einem Einkaufsgutschein. So kommt wieder frischer Content hinzu und es wird mehr Vertrauen geschafft.

Testberichte

Auch Testberichte sorgen für mehr Vertrauen, schliesslich präsentiert man ehrlich die Berichte der Tester. Übrigens kann man diese auch sehr einfach einbinden. Portale wie Testeo haben sich darauf spezialisiert und bieten das Einbinden sogar kostenlos an.

Empfehlungen

Damit sind nun nicht die Empfehlungen des Produktes an Freunde gemeint. Die gehören nämlich in den Checkout-Prozess, schliesslich hat der Kunde sich da bereits zum Kauf entschlossen und ist dadurch der beste Empfehler. Hier sind die klassischen Web 2.0 Bookmarks wie Twitter, Facebook und Co. gemeint. Es macht nämlich viel mehr Sinn ein Produkt zu twittern als eine Home-URL.

Na, überlegt Ihr jetzt vielleicht den Content noch einmal neu zu überdenken? Falls ja, dann haben sich diese Zeilen ja wieder einmal gelohnt. Falls nicht, dann müsste Euch der Artikel eher gelangweilt haben. Ich hoffe Euch mit diesem kurzen Überblick ein wenig geholfen zu haben. Noch weiter ins Detail wollte ich dann wirklich nicht gehen.

Rock on…

Onlineshop Marketing – Der Content


Donnerstag, November 26th, 2009, 08:14