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Dez 10

Onlineshop Marketing – Preisvergleiche

Veröffentlicht am Donnerstag, Dezember 10, 2009 von Stefan in E-Commerce
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Um in einem Onlineshop möglichst viel zu verkaufen, braucht man Besucher. Ohne die gibt es auch kaum eine Chance auf einen erfolgreichen Verkauf, es sei denn, es verirrt sich zufällig einer. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Möglichkeiten ist dabei die Listung auf Preisvergleichen. Ich versuche das Geflecht dieser vielen Portale zu entwirren.

Preisvergleiche sorgen für neue und zahlungswillige Kunden. Zumindest haben die Besucher von diesen Portalen ein größeres Interesse, etwas in naher Zukunft zu kaufen. Der Vorteil beim Listing der eigenen Produkte in einem Preisvergleich liegt dabei klar auf der Hand. Im Gegensatz zu z.B. AdWords werden hier immer die selben Kosten pro Klick berechnet. Natürlich kann das auch zum Nachteil werden, wenn man sehr viele Produkte unter 20,- Euro anbietet. Dennoch ist diese Form des Onlineshop Marketings eine der beliebtesten und wenn man es richtig anstellt, auch sehr erfolgreich.

Die erste Vorraussetzung, die ein Onlineshop Betreiber erfüllen muß, ist, dass er seine Produktdaten als Datei permanent zur Verfügung stellen kann. Fast alle Preisvergleiche bevorzugen hier die klassische CSV (Comma Seperated Values) Datei. In diese Datei werden alle Produktdaten automatisch exportiert und meistens Komma oder Tabs getrennt dargestellt. Unterschieden wird bei den Preisvergleichen meist nur noch in den Bezeichnungen der Spalten, wie Artikelname, Beschreibung usw.

preisvergleich

Die meisten Shopsysteme haben bereits viele der Preisvergleiche vorinstalliert und erstellen die CSV Dateien durch einen simplen Klick. Jetzt braucht Ihr nur noch die Anmeldung bei den Preisvergleichen erledigen, die Verträge machen und Eure Daten werden regelmässig abgerufen. Abgerechnet wird fast ausschliesslich auf CPC (Costs per Click) Basis. Dabei gibt es allerdings dann auch wieder große Unterschiede. So kann ein Klick bei Preisvergleich A 6 Cent kosten und beim nächsten sogar 30 Cent. Jetzt könnte man natürlich denken, dass der mit 30 Cent vielleicht mehr Käufer bringt, aber auch das muss nicht zwingend eintreffen. Hier gilt wie immer die goldene Regel im Online Marketing, nämlich beobachten und testen. Damit Ihr möglichst erfolgreich mit den Preisvergleichen seid, habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt.

Auswahl der passenden Preisvergleiche

Sucht Euch passende Preisvergleiche heraus. Wer Möbel verkaufen möchte sollte vielleicht mal Moebel.de testen. Im Zweifel kann es auch hilfreich sein, die einzelnen Preisvergleiche nach ihren Stärken zu befragen. Meist bekommt man von denen schon vorher eine Analyse, welche Produkte am besten konvertieren könnten.

Zahlungsmethoden als Konversionskiller

Achtet auf die passenden Zahlungsmethoden. Es gibt Preisvergleiche, die z.B. PayPal als Zahlungsmethode als nicht sicher einstufen, weil der Kunde zahlt bevor er die Ware hat. Wenn dann z.B. Nachnahme die einzige sichere Zahlungsmethode ist, seid Ihr durch die Nachnahmegebühren vielleicht insgesamt zu teuer.

Artikelbeschreibungen

Artikel mit unvollständigen oder fehlerhaften Artikelbeschreibungen sollten erst gar nicht mit exportiert werden. Ebenso würde ich keine Produkte listen, für die keine Bilder vorhanden sind. Durch vollständige und gute Angaben gelangen auch mehr Besucher (potentielle Käufer) auf den Shop.

Landingpages & Deeplinks

Kommt der Besucher durch einen Preisvergleich auf den Shop, dann sollte er auch genau die Informationen und das Produkt dort vorfinden, mit dem er dorthin gelockt wurde. Ansonsten ist er schneller wieder weg als er gekommen ist.

Versandkosten

Geht offen mit Euren Versandkosten um und liefert sie an die Preisvergleiche aus. Es gibt schon einige Preisvergleiche, die nach der Gesamtsumme aus Preis und Versandkosten listen. Ausserdem wird es mir immer ein Rätsel bleiben, warum so viele Onlineshops die Versandkosten nicht gleich neben dem Produkt anzeigen. Meistens ist die häufigste Austiegsseite in einem Shop die Seite mit den Versandkosten.

Aktualität

Aktualität ist natürlich extrem wichtig. Nichts ist schlimmer als einen Kunden in den Shop zu holen und das Produkt ist nicht mehr lieferbar. Dazu gehören natürlich auch hinzugekommene Zahlungsmethoden oder verkürzte Lieferzeiten. Alles, was einen Kunden zum Kauf anregen könnte, sollte permanent überprüft und auf den neuesten Stand sein.

Günstig nicht um jeden Preis

Kostenintensive Preisvergleiche können trotzdem ein sehr lukratives Werbemittel sein. Wenn Ihr hier z.B. nur Eure teureren Produkte listet, wird der prozentuale Anteil der Werbung vielleicht ganz ok sein. Es macht immer wesentlich mehr Sinn, die Produkte zu listen, bei denen Ihr auch stark seid.

Monitoring

Überprüft regelmässig den Wettbewerb bei den Preisvergleichen. Ich kenne das Problem sehr gut aus dem Consumer Electronic Bereich. Täglich kam irgend so eine Pappnase ein Wettbewerber auf die glorreiche Idee, den Preis um ein paar Cent zu senken. Schon musste man selbst wieder reagieren, um wieder an der ersten Stelle zu stehen. Ich gebe hier immer nur den Tipp, es einfach sein zu lassen. Der Günstigste zu sein und gleichzeitig für jeden Besucher teure Clicks zu bezahlen, macht einfach keinen Sinn. Wenn der Ertrag zu gering wird, dann nehmt das Produkt einfach raus.

Tracking

Auch bei den Preisvergleichen ist das Tracking elementar wichtig. Nichts ist schlimmer, als tausende von Besuchern zu bekommen und kein Schwein kaum einer bestellt. Am besten schaut Ihr Euch das eine längere Zeit (2-3 Monate) an. Wenn dann keine ansprechende Konversionsrate vorhanden ist, müsst Ihr zwingend reagieren. Als erstes würde ich immer das Gespräch mit dem Preisvergleich suchen, manchmal ist da noch einiges möglich. Ein passende Ansprechpartner kann Euch nämlich durchaus noch den einen oder anderen Tipp geben oder vielleicht auch noch etwas am Preis machen.

Kreativität

Auch bei den Beschreibungen für die Preisvergleiche kann sich Kreativität auszahlen. Wer in den Preisvergleichen andere Beschreibungen angeben kann als im Shop, der sollte das in Erwägung ziehen. Die meisten Wettbewerber haben ihre Beschreibungen (vor allem im Elektronik Bereich) vom selben Lieferanten. Hier kann man sich sowohl visuell, als auch emotional abheben und einiges an Vorteilen für sich verbuchen.

Kosten

Die Kosten für diese Form der Werbung solltet Ihr natürlich immer im Blick behalten und täglich überprüfen. Manchmal wird ein Produkt plötzlich extrem populär und alle wollen es unbedingt kaufen. Hier gilt es, schnell und passend zu reagieren. Wer von zu hohen Kosten nicht überrannt werden möchte, der richtet eine Obergrenze beim Preisvergleich ein, das erspart unangenehme Überraschungen.

Sparen

Bei fast jedem Preisvergleich könnt Ihr noch den einen oder anderen Cent sparen, wenn Ihr deren Logo auf Eurer Startseite verlinkt. Das hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern sorgt auch ein wenig für mehr Vertrauen.

Traffic ist natürlich nicht alles. Dennoch möchte ich Euch zumindest ein paar Zahlen liefern. Diese haben zwar keine besonders grosse Aussagekraft, denn es wird immer extreme Unterschiede geben bei so vielen Produkten, aber sie zeigen, wo sich die meisten Besucher momentan tummeln.

So, damit Euch jetzt nicht langweilig wird, hab ich natürlich noch ein paar weiterführende Links für Euch. Bei der Uni Mannheim findet Ihr eine Liste mit allen möglichen Preisvergleichen. Auf dem neuesten Stand wird sie wahrscheinlich nicht sein, dafür ist sie sehr umfangreich und es finden sich einige Nischen.

Auch der Shoptrainer bietet eine Liste mit allen möglichen Preisvergleichen auf seinem Blog an. Fast zum selben Zeitpunkt hat er sich auch dem Thema Preisvergleiche angenommen und unterteilt das Thema in mehrere Artikel.

Bei Rockbottom und dem Auspreiser könnt Ihr Euren Shop kostenlos anmelden und Eure Produkte listen. So könnt Ihr da schon einmal einen kostenlosen Test fahren und Erfahrungen sammeln. Allerdings ist das Angebot bei Rockbottom für 300 Klicks auf die ersten 30 Tage begrenzt, aber einen Versuch durchaus mal wert. Beim Auspreiser gibt es lediglich die Einschränkung der kostenlosen Listung für kleine Shops.

Einer der wichtigsten Preisvergleiche bleibt natürlich nach wie vor Google Products. Immer noch gratis und durchaus für jede Menge Traffic bzw. Sales gut. Eine Listung ist hier eine Pflichtaufgabe.

So, ich hoffe, ein wenig hilfreiches geschrieben zu haben und weise gerne noch einmal auf die nächste Folge hin, in der es dann um Shoppingportale geht.

Rock on…

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  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von tmmd, Stefan erwähnt. Stefan sagte: Onlineshop Marketing – Tipps & Tricks für Preisvergleiche http://ow.ly/Kx6d #onlineshop #marketing [...]

  2. StefanNo Gravatar sagt:

    Wo habe ich denn geschrieben, dass nur Idealo gut sein soll? Die werden doch mit keinem Wort erwähnt, ausser in der eingebundenen Grafik? Es macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn einen Preisvergleich hervorzuheben, ist schliesslich bei jedem Shop anders zu werten.

  3. HenningNo Gravatar sagt:

    “Es gibt Preisvergleiche, die z.B. PayPal als Zahlungsmethode als nicht sicher einstufen, weil der Kunde zahlt bevor er die Ware hat. Wenn dann z.B. Nachnahme die einzige sichere Zahlungsmethode ist, seid Ihr durch die Nachnahmegebühren vielleicht insgesamt zu teuer.”

    Welcher Preisvergleich stuft denn Paypal als nicht sicher ein???

  4. HenningNo Gravatar sagt:

    und noch eine Frage:

    Soll der Unique visitor graph die gesamten Besucher, der jeweiligen Seite darstellen?

    Wäre doch ein bisschen wenig oder?

  5. StefanNo Gravatar sagt:

    Öffentliche Kritik ist ja so gar nicht meine Welt, aber in diesem Fall würde ich das nicht als Kritik bezeichnen. Dementsprechend dürfen die natürlich auch genannt werden. Es sind guenstiger. de und preissuchmaschine.de

  6. StefanNo Gravatar sagt:

    Na, ich gehe eher davon aus, dass es der Besucherdurchschnitt pro Tag in einem Monat darstellen soll. :-)

  7. Hallo liebe Leser,
    interessanter und langer Artikel – sehr schön. Grundsätzlich sei bitte noch zu erwähnen, dass guenstiger.de und preissuchmaschine.de sehr wohl PayPal akzeptieren, jedoch nicht als alleinige Zahlart. Zumindest haben Sie dies unserem Kunden so mitgeteilt: Laut einem Angestellten, geht es um Kaufabbruchsquoten. Hat man als Onlineshop nur Vorkasse und PayPal integriert und der Endkunde hat kein PayPal-Konto, ist doch klar, dass die Warscheinlichkeit eines Kaufabbruchs deutlich höher ist, als wenn man zusätzlich noch Nachnahme mit anbietet.

    Der Traffic sagt tatsächlich nichts über die Qualität eines Dienstes aus. Kennt Ihr jemanden, der Preisroboter als Website zum Suchen von Produkten nutzt? Zumindest verbinden wir mit Preisroboter keine Marke. Denkbar, dass der Traffic dort nicht so hochwertig ist, wie der bei idealo oder guenstiger.

    Bitte schaut Euch generell zum Thema Preisvergleicher folgende Verhandlungsgrundlagen an:

    http//www.shoptrainer.de/produkt-und-preisvergleichsdienste/verhandlungsgrundsaetze-produkt-und-preisvergleichsdienste.html

  8. StefanNo Gravatar sagt:

    Dann füge ich dem allerdings auch noch ein paar Dinge hinzu:

    1.) Natürlich akzeptieren die beiden genannten Preisvergleiche PayPal, es steht auch mit keinem Wort etwas anderes im Artikel.

    2.) Es ging einzig und allein um die Zahlart als solches. PayPal wird von den beiden Preisvergleichen als nicht sicher eingestuft, weil der Kunde die Ware erst nach seiner Zahlung in den Händen hält. Wenn dann Nachnahme angeboten wird, kann der Shopbetreiber dadurch schlechter gelistet werden, weil es eben teurer ist und die Preis inkl den Versandkosten aufgelistet werden. Allerdings steht auch das genau so im Artikel.

    3.) Ich kenne sehr viele die eben Preisroboter nutzen. Nebenbei sei erwähnt, dass mir erst vor 2 Wochen ein Mitarbeiter eines Preisvergleiches seinen Unmut über den Wettbewerb geäußert hat. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind sie sehr günstig, zum anderen sind sie mit vielen Artikeln sehr gut gelistet bei Google (das ist übrigens auch der Grund warum dieser Preisvergleich so häufig genutzt wird) und zum letzten liefern sie einen enormen Traffic für die Shopbetreiber. Qualitativ ist es auch eher eine Geschmacksfrage finde ich. Es gibt immer noch sehr viele die gar keine Preisvergleiche nutzen sondern Google. Wer da dann oben steht wird vom User dementsprechend auch als qualitativ hochwertig angesehen.

  9. RobertNo Gravatar sagt:

    Also ich denke auch das es nicht wirklich viele gute preisvergleichsseiten gibt…aber wenn es eine gibt dann preistipp

    lg

  10. CBSNo Gravatar sagt:

    Ein interessanter Aspekt bei Peisvergleichen sind auch die Netzwerke, die teilweise dahinter stehen. Viele Preisvergleiche basieren auf Whitelabel-Lösungen von Shopping.com, Pangora oder Ecato. Auch Partnerprogramme über Affiliate-Netzwerke werden teilweise als “Hintertürchen” genutzt.

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