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Feb 18

Usability ist keine Frage des Geschmacks

Veröffentlicht am Donnerstag, Februar 18, 2010 von Stefan in E-Commerce
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Was ist eigentlich eine gute Usability? Genau diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer häufiger. Anscheinend gibt es nämlich unterschiedliche Auffassungen von Usability. Dabei dachte ich immer das wäre eine feste Grösse und keine Geschmacksfrage.

Wikipedia liefert mir zu dem Begriff Usability folgendes Ergebnis: Unter Usability ist Benutzerfreundlichkeit bzw. Bedienbarkeit gemeint. Erreicht man auf einer Webseite wie z.B. einem Onlineshop eine gute Usability, so steht einer guten Konversionsrate normalerweise auch nichts im Wege. Doch was ist eigentlich eine gute Usability?

Banner, Boxen und bunt blinkende Buttons

Ist es eine gute Benutzerfreundlichkeit wenn man möglichst viele Informationen auf einer Seite platziert? Als ich gerade die Gewinner des letztjährigen Shop Usability Awards entdeckt hatte, begann ich mir genau diese Frage zu stellen. Dort findet man nämlich unter den Gewinnern einige Seiten, die extrem viele Boxen, Banner und bunt blinkende Buttons auf ihrer Startseite platziert haben. Für mich ist das eher ein Problem, denn benutzerfreundlich ist es für mich nicht. Allerdings kann ich mir natürlich auch vorstellen wonach hier gewertet wurde. Sicherlich geht es vorrangig darum wie ein Kunde durch den Shop und den Kaufprozess geführt wird.

Ich frage mich allerdings wie viele potentielle Kunden schon verschreckt wurden, weil sie diese ganzen Informationen nicht verarbeiten konnten wollten. Schaut man sich dazu dann noch die Top 10 Onlineshops im Bezug auf die Konversionsraten an, wird diese Art der Informationsflut noch unverständlicher. Klar, in Deutschland ist vieles anders und es muss noch lange nicht alles aus den USA übernommen werden. Ich ertappe mich allerdings immer öfter dabei solche Shops schneller zu verlassen als ich gekommen bin.

Landingpages als gutes Beispiel

Bei Landingpages wird komischerweise grundsätzlich anders verfahren. Jeder Affiliate weiß, dass möglichst klare, gezielte Informationen zu einem Kaufabschluss führen. Man stelle sich einmal eine Landingpage mit Unmengen an blinkenden Buttons oder Angeboten vor. Damit würde sicherlich kaum eine akzeptable Konversionsrate herausspringen. Warum verfährt man also bei einer Startseite anders?

Angebote zur Verwirrung

Weiterhin frage ich mich wie ein potentieller Kunde diese Flut an Angeboten wahrnimmt. Wenn ich auf einen Onlineshop lande, der auf seiner Startseite mehr als 20 Angebote in den verschiedensten Formen hat, dann hinterfrage ich die Ernsthaftigkeit dieser Angebote. Macht es nicht wesentlich mehr Sinn sich auf ein paar wenige zu beschränken? Ich meine wenn ich ein Produkt im Preis senke, dazu noch als Aktion versandkostenfrei anbiete und einen Rabatt für das Abo eines Newsletters anpreise, welches Angebot soll ich dann für mich in Anspruch nehmen?

Mich würde jetzt bei all den Fragen Eure geschätzte Meinung interessieren. Wie seht Ihr die Startseite eines Onlineshops? ist weniger mehr oder sollte es so viel wie möglich sein?

Rock on…

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    This post was mentioned on Twitter by famepix: Artikel: Usability ist keine Frage des Geschmacks http://goo.gl/fb/oRJE /via @Printmonster…

  2. MaxNo Gravatar sagt:

    Ich denke es ist ähnlich wie Offline im Supermarkt, der Laden muss den perfekten Mittelweg finden aus möglichst vielen Produkten an den Mann bringen und dabei aber trotzdem keine 5m hohen Regale bauen. Ich denke Usability heißt vor allem die richtigen Elemente an den User liefern, wenn er sie braucht und nicht befeuern damit, bis er sie braucht.

  3. [...] This post was Twitted by We_Usability [...]

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