Jun
7
2010

Supertalent Casting 2010 – So läuft es wirklich ab!

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Klar, der Traum von Popularität wird von vielen geträumt und dafür ist doch ein TV Format wie Supertalent gemacht, oder nicht? Allerdings läuft das erste Casting dann doch so ab, wie es viele schon vermutet haben. Nach Talenten wird hier nämlich erst zweitrangig gesucht.

Bevor ich auf die Erlebnisse des Supertalent Castings hier näher eingehe, möchte ich noch auf ein paar Dinge hinweisen. Am Casting selbst habe ich nicht teilgenommen, ansonsten wäre es mir auch schon fast unmöglich darüber einen Artikel zu schreiben. Den Teilnehmern ist es per Vertrag nämlich strikt untersagt über das Casting öffentlich Stellung zu nehmen. Also hat mir natürlich auch kein Teilnehmer etwas von dem Casting erzählt, sondern ich habe mir das alles ausgedacht. Ich würde nämlich niemals jemandem schaden wollen, wenn mir jemand alles genau berichtet hätte.

Mein Bekannter lebt für die Musik, sie ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Wenn man wie er seit mehr als 30 Jahren Musik macht, dann weiß man schon sehr genau ob und wenn ja wie viel Talent man selbst besitzt. Irgendwann war dann mal der Tag gekommen an dem er für sich entschloss sich so ein Casting an zu tun. Nicht unbedingt mit dem Ziel eine Weltkarriere zu starten, dazu wurde man viel zu oft in die Realität zurück geholt. Er hatte eher das Ziel vor ein paar Hundert Leuten zeigen zu dürfen was er kann. Die Bewerbung wurde also abgeschickt und das Casting stand unmittelbar bevor.

Die letzten Tage vor dem Casting hat er sich möglichst gut auf den Auftritt vorbereitet und eine clevere Songauswahl getroffen. Am Tag der Tage ging es dann zum offenen Casting, zusammen mit ca. 200 weiteren Kontrahenten. Den Tag dafür hatte er sich natürlich freigenommen, eine längere Wartezeit war also eingeplant. Gut, mit über 8 Stunden hatte er dann zwar auch nicht gerechnet, aber man konnte sich die Zeit gut mit gemeinsamem Musizieren vertreiben.

Irgendwann war es dann also soweit, jetzt brauchte er nur noch die Jury rund um Herrn Bohlen überzeugen. Herr Bohlen und die anderen beiden Prominenten waren allerdings überhaupt nicht zu gegen, sie wurden durch ein paar RTL Angestellte ersetzt.

Naja, dachte er sich, wenigstens kommen so keine unqualifizierten Sprüche. Vielleicht gehen die sogar ein wenig objektiver an die Bewertung ran.

Objektiv waren sie dann auch, zumindest auf ihre eigene Art und Weise. Sie wählten nämlich ausschließlich erst einmal die Freaks Kandidaten mit besonderen Begabungen aus. Im Klartext heißt das, es wurden besonders auffällig untalentierte, gekleidete oder schicksalsgeplagte Mitmenschen ausgewählt. Talent bringt erst einmal keine Quote, das lohnt sich einfach nicht. Natürlich könnte man jetzt denken, dass noch sicher viele ausgewählt wurden die wirklich Talent haben. Genau so wird sicher auch der Sender argumentieren. Auch könnte man stresslos behaupten es hätte an diesem Tag eben keine Talente gegeben, oder die Teilnehmer wären einfach nur beleidigt, weil sie eben nicht ausgewählt wurden.

Die Wahrheit liegt aber eben irgendwo anders. Die anwesenden Talente (und da gab es dann doch schon ein paar) haben sich miteinander vergnügt und so ihren Spaß an der Sache gehabt. Man hat Kontakte geknüpft und vielleicht sogar Freundschaften geschlossen. Man hat auch einiges mitnehmen können aus diesem Casting. Nämlich dass es hier nur um die Quote geht und nicht darum Talente zu finden.

Rock on…

Supertalent Casting 2010 – So läuft es wirklich ab!


Montag, Juni 7th, 2010, 11:48