Jan
29
2013

Was die Musikindustrie noch alles lernen muss

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Jammern, ja das können wir alle sehr gut. Vor allem ist es aber eine herausragende Eigenschaft von Unternehmen oder einer ganzen Industrie sobald es ihnen schlecht geht. Die Musikindustrie befindet sich in genau dieser Situation.

Ich kann es es weder hören noch mag ich es weiterhin lesen. Google ist übrigens Schuld an der Misere und die Musikfans natürlich auch. Liegt alles an dieser Kostenlos Kultur die im Netz so allgemein üblich ist. Ich halte die meisten Klagen für kompletten Blödsinn und kann es mittlerweile überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Natürlich sind die Umsätze eingebrochen, natürlich werden lange nicht mehr so viele Tonträger wie früher verkauft. Man kann aber auch kaum erwarten, dass alles in einem langen Zeitraum so bleibt wie es immer war.

Das Internet ist schuld

Ja, indirekt könnte man es so ausdrücken, wenn man der Musikindustrie recht geben will. Nur liegt es meiner Meinung nach eben nicht daran, dass sich die Mehrheit alles gratis zockt. Die Gründe liegen ganz woanders und die konnte man schon seit Jahren erahnen. In einer Zeit in der es in jedere Stadt einen Plattenladen gab und dieser dann je nach Größe sein Angebot an die willigen Käufer brachte, da war es einfach gute Verkaufszahlen zu schreiben. Eine Band die es in einen Plattenladen geschafft hatte die ließ sich zumeist auch verkaufen. Wenn man bedenkt was für ein musikalischer Müll alleine in den 80er Jahren verkauft wurde, dann ist das schon Beleg genug dafür. Zu dieser Zeit konnte die Musikindustrie Einfluss nehmen auf das was verkauft werden sollte und auf das was wir als Fans überhaupt in die Finger bekommen konnten.

Heute sieht die Sachlage allerdings komplett anders aus. Heute gibt es die unterschiedlichsten Musikrichtungen mit Unmengen an Bands mit wenigen Klicks als Download. Die Auswahl ist einfach so enorm stark gestiegen, dass kaum etwas mehr steuerbar ist für die Plattenverlage. Wenn uns als Verbraucher die Musik nicht schnellstmöglich erreicht, dann klicken wir auf den nächsten Track. Allein diese Möglichkeit hat eine ganze Industrie in den Abgrund gerissen. Da können sie noch so viel meckern wie sie wollen, es liegt an ganz anderen Dingen als an der Gratis Mentalität.

Chancen für die Musiker

Ich sehe in der ganzen Misere jede Menge Vorteile und die liegen sogar eher beim Musiker als beim Verbraucher. Der normale Hörer ist sowieso längst überfordert mit dem Überangebot und hat die Verhältnismäßigkeit schon lange Kopf verloren. Der Musiker dagegen hat enorme Chancen seine Kunst an genau die zu bringen die er sucht. Die Musik hat sich durch das Netz dezentralisiert. Musiker sind heute viel näher am Fan als sie es damals je sein konnten. Sie chatten, sie liken und sie werden per Facebook & Co. zu Veranstaltungen eingeladen. Das sind enorme Vorteile die der Großteil der Musiker einfach noch nicht nutzt, oder nicht weiß wie er es nutzen soll. Zeit also das Ruder selbst in die Hand zu nehmen Ihr Mucker da draußen! Meinen Teil trage ich gerne dazu bei und starte eine Reihe mit Online Marketing Maßnahmen für Musiker. Stay tuned.

 

Rock on…

Was die Musikindustrie noch alles lernen muss


Dienstag, Januar 29th, 2013, 14:03