15
2009
Social Media Trittbettfahrer
Sobald es einen neuen Trend gibt, kommen auch jede Menge Trittbrettfahrer aus ihren Löchern und wittern das grosse Geld. Schon wird die Unwissenheit der Anwender ausgenutzt und Anfänger werden zu Rattenfängern.
Ich liebe Social Media, es ist spannend und bietet so unendlich viele Möglichkeiten. Es bringt dazu noch jede Menge Spaß ,von anderen zu profitieren und eigenes Wissen zu teilen. Gerade für Unternehmen ist diese Form des Marketings im Moment eine extrem spannende Sache, nur fehlt meistens das nötige Hintergrundwissen, um es erfolgreich umzusetzen.
Genau das haben natürlich auch die Social Media Betrüger erkannt und nutzen die Gunst der Stunde. Geld zu verdienen ist nicht verwerflich und für jeden notwendig, jedoch ist es wenig sozial, es mit simplen Taschenspielertricks zu verdienen. Der zitierte Vergleich in der Rainer`schen Post ist dabei durchaus passend. So zitiert er David Armano, der in seinem Blopost einem Schlangenölverkäufer mehr Vertrauen beimisst als einem Social Media Experten. Diese Schlangenölverkäufer sind es dann auch meist, die den Kunden eine gewisse Anzahl an Followern in einem bestimmten Zeitraum versprechen.
Ebenso haben natürlich einige sich selbst zum Social Media Experten ernannt und bieten ihre Dienste dem unwissenden Kunden an. Die können natürlich sehr schlecht erkennen, ob jemand wirklich etwas von diesem jungen Handwerk versteht oder einfach nur ein paar Tools benutzt um simplen Traffic zu generieren. So frisch wie dieser Hype im Moment noch ist, kann es kaum richtige Experten geben und wenn, dann werden sie kaum riesige Erfolge versprechen wollen oder können.
Das Schlimme Interessante beim Social Media ist nämlich, dass es eben kaum vorhersehbar ist. Social Media wird von den Anwendern betrieben und nicht vom Marketer oder Unternehmen. Der User allein entscheidet, ob und wenn ja, wie er etwas verbreitet. Beeinflussen lässt sich nur die Art der Kommunikation nach aussen und genau das lässt sich auch erlernen. Dazu ist ein Berater natürlich durchaus eine grosse Hilfe, wenn er den Mitarbeitern den richtigen Umgang erklärt und die Chancen und Risiken aufzeigt.
Social Media wird noch eine lange Zeit ein grosses Mysterium bleiben, vor allem, wenn diese Rattenfänger weiterhin mit ihrer Flöte durch die Gegend ziehen und jede Menge Geld mit simplen Followerzahlen oder Facebook Fanpages verdienen. Übrig bleiben dann irgendwann die tatsächlichen Fachleute, doch die müssen erst einmal die Scherben wegfegen, die die Schlangenölverkäufer hinterlassen haben.
Rock on…
Social Media Trittbettfahrer
Dienstag, Dezember 15th, 2009, 11:28Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von







[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Stefan, Johannes Lenz erwähnt. Johannes Lenz sagte: RT @Printmonster: Social Media Trittbettfahrer http://ow.ly/Mh5U #socialmedia #unvorhersehbar [...]
Nunja, so frisch ist Social Media auch nicht – nur als Massenphänomen ist es noch relativ neu.
Die Frage ist nunmal, wie man sich sonst nennen will, wenn man diesen Service anbietet.
Social Media Consulter? Social Media Manager?
Klar, meist sind es diese Möchtegern-Coaches, die damit werben, dass sie 10.000 Follower bei Twitter haben (selbst aber 15.000 Leuten followen) und sich dann so nennen. Aber ich denke es gibt sehr wohl schon einige Social Media Experts, die vermutlich auch ihr Geld wert sind.
Genau das wollte ich doch auch gesagt haben. Hab ich mich wieder nicht richtig ausdrücken können? Das Problem ist doch, dass eben die Guten kaum von den Trittbrettfahrern unterschieden werden können.
Social comments and analytics for this post…
This post was mentioned on Twitter by Printmonster: Social Media Trittbettfahrer http://goo.gl/fb/AIXW…
Okay, habe ich dann nicht ganz so herauslesen können. Ja, dann ist natürlich alles korrekt und ich wünsche mir auch, dass diese ganzen “Coaches” irgendwann mal verschwinden!
Ich muss dann wohl doch noch mal an meinem Ausdruck arbeiten.
vielleicht solle man sich Social Media Nachhaltigkeitsberater nennen
Social Media ist neu, mehr oder weniger neu.
Des weiteren unterscheide ich hier stark was einige Leute von sich selber sagen.
Ich liebe es “Professional oder Epxert” in der Twitterbeschreibung zu lesen, sorry aber ich finde sowas absolut unprofessionell.
Ich selber bin sicher kein Experte, ich biete aber dennoch Beratung an was SocialMedia betrifft. Ich liebe die Möglichkeiten, kenne die Möglichkeiten und möchte anderen dabei helfen diese auch kennenzulernen. Was ich aber auch immer von Anfang an sage ist dass hier wirklich eine starke Zusammenarbeit vorhanden sein muss.
SOCIALmedia muss man einfach lieben & leben.
SocialMedia ist für mich eigentlich eine Art Grundeinstellung, wie man denkt, wie man sich verhält usw.
PS: Seit wann ist es die Aufgabe als “SocialMedia Berater” jemandem innerhalb kürzester Zeit eine gewisse Zahl an follower zuzusichern? Wo ist der Sinn? Was hat das mit Qualität zutun? Ich würde hier sagen: Ziel verfehlt!
@Sascha Ahlers:
Du hast ansich schon recht. Vielen Menschen zu folgen ist aber nichts schlechtes. Ich mag Menschen die vielen folgen, die sind meines Erachtens offener und menschlicher in Bezug auf SocialMedia als jene die glauben dass es toll ist die “follow” Zahl gering zu halten um ihrem Follow eine gewisse Exklusivität zu geben.
Ich finde mit SocialMedia hat das dann nichts mehr zutun. (von reinen Informationslieferanten jetzt mal abgesehn in Bezug auf Twitter)
Wenn man weiss wie man mit dem Informationsgehalt umgeht, weiss wie man davon profiziert finde ich es vollkommen okay.
@Tobias Zudem Thema Exklusivität durch weniges Followen oder wenig Follower habe ich auch schon mal etwas gepostet. Ich sehe das genauso wie du. Manche Zeitgenossen versuchen exsessiv ihren heiligen Content nur einer Elite anzubieten oder nur dessen Tweets zu lesen.
[...] Dann kann als guter Experte der verstanden werden, der folgendes seinen Kunden vermittelt: Das Interessante beim Social Media ist nämlich, dass es eben kaum vorhersehbar ist. Social Media wird von den Anwendern betrieben und nicht vom Marketer oder Unternehmen. (via Web Ideas) [...]
Hallo,
ich überlese oft diese ganzen Tweets, wo man laut dem Inhalt über Nacht reich wird oder es wird nur noch vom Reichtum im Internet gequasselt.
Also “reich” und “Internet” passen schon mal nicht zusammen. Ihr kennt doch alle MLM und das wird über Twitter auch schon verbreitet. Diesen ganzen Unsinn von dem gemeinsamen Reichtum durch Abertausende von Followern sollte man irgendwie filtern können.
Ich achte gar nicht mehr drauf. Und als Blogger bleibt man sowieso sehr realistisch. Wie sich Social Media Segment in Deutschland zukünftig entwickeln wird, weiss ich nicht und ich denke, dass es noch intensiver zugehen wird. Aber wie können dann einfache Webuser zwischen der Professionalität und den schwarzen Schafen unterscheiden?