Mrz
19
2013

So genau nimmt man das Urheberrecht beim Schleswig Holsteinischen Zeitungsverlag wohl nicht

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Das Leistungsschutzrecht ist dafür da um die Leistungen der Autoren zu schützen. Das gilt natürlich nur für Artikel oder Zitate von echten Journalisten. Zumindest sieht es so aus, wenn ich mir das aktuelle Handeln des SHZ anschaue.

Ich wohne sehr gerne im hohen Norden und das nun schon seit 47 Jahren. Ich mag die Menschen hier, die übersichtliche Landschaft und den Wind der für die Süddeutschen unter uns eher einen Orkan darstellt. Wir haben es gerne übersichtlich hier und gehen die Dinge eher ruhig an. Manchmal brauchen wir auch ein bisschen länger, gerade wenn es um das Internet und entsprechende Tools geht.

Der Schleswig Holsteinische Zeitungsverlag hat sich dann aber jetzt doch mal so richtig aus dem Fenster gelehnt und testet das Aggregationstool Storify. Hier kann man seinen Account mit diversen Social Media Kanälen verbinden und dadurch Tweets usw. in seinen eigenen kleinen Stories einbinden und mit eigenen Kommentaren zu einem Artikel formen. Hat ja auch jede Menge Vorteile wenn man sich hier und da ein paar Schnipsel klaut zusammensucht und ratz fatz einen schnellen Artikel online hat.

Eigentlich noch nicht einmal verwerflich, wenn man es aus unserer Bloggersicht betrachtet. Wir sind da ja komplett stressbefreit. Wir geben oft, gerne und dazu auch noch kostenlos. So funktioniert eben das Web mit all ihren ganzen Social Media Tools. Wir sind es ja auch die deafür gesorgt haben, dass es dem Print immer schlechter geht und die Verlage online immer noch nix verdienen. Da kann es dann ja wohl auch halb so wild sein, dass man ein paar Tweets usw. einfach mal so in einem Storify Artikel verwurstet, oder? Wir (Blogger) liefern ja schließlich keinen qualitativ hochwertigen Inhalt.

Urheberrecht Storify SHZ

Nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen. Mir wäre das normalerweise völlig egal, wenn da nicht dieses von den Verlagen initiierte Leistungsschutzrecht wäre. Ich hasse es einfach wenn man als Verlag die Kostenlos Kultur im Netz selbst lebt und alle möglichen Tools einsetzt und selbst für das Anzeigen von Schnipseln Lizenzgebühren verlangt. Richtig wäre dementsprechend auch hier eine Lizenzgebühr zu verlangen, schließlich wird der Storify Artikel sogar auf der Homepage (ich verlinke immer noch nicht) eingebunden und die nimmt Geld mit Werbung ein. Ach, ihr meint das wäre jetzt übertrieben und käme nicht in Frage für Storify? Sehe ich genauso, aber wer hat denn mit dem Scheiß angefangen?

 

Rock on…

So genau nimmt man das Urheberrecht beim Schleswig Holsteinischen Zeitungsverlag wohl nicht


Dienstag, März 19th, 2013, 14:34