8
2010
Social Politik – Flattr für die Bundeshaushalte
Der Micropayment Dienst Flattr geistert ja nun schon seit einigen Tagen durch die Bloggerlandschaft. Man setzt sich intensiv damit auseinander für die Leistungen zu bezahlen, die man als wichtig oder wertvoll erachtet. Was würde aber passieren, wenn es diese Möglichkeit für einen Bundeshaushalt geben würde?
80 Milliarden müssen in den nächsten Jahren gespart werden. Gerade erst gestern einigte sich die Bundesregierung auf einschneidende Sparmaßnahmen die so gut wie jeden von uns betreffen werden. Ich hab mich beim Hören dieser Nachricht allerdings gefragt, ob das auch der Wille der Bürger ist. Natürlich möchte keiner noch weniger Geld in der Tasche haben, ist für viele von uns schließlich schon schwierig genug. Wie würde es aber aussehen, wenn sich der Bürger aussuchen könnte wofür er seine zusätzlichen Belastungen ausgeben möchte? Würden dann Milliarden in die Bildungspolitik und den Straßenverkehr fließen? Falls ja, würden die Politiker dann endlich aufwachen oder ist es Absicht das Volk nicht zu schlau werden zu lassen?
Einen genauen Überblick über die geplanten Sparmaßnahmen gibt es übrigens auch. Hier gibt es die Eckpunkte als PDF Download und hier noch einmal als tabellarische Auflistung.
Besser wäre sicherlich eine Lösung wie es momentan unter Bloggern modern geworden ist. Eine einfache Bezahlform für genau definierte Projekte. Ich würde persönlich wesentlich lieber zusätzliche Steuern bezahlen, wenn ich genau wüsste wohin sie fließen. Wenn die Stadt also einen neuen Kindergarten plant, oder die Lehrer mehr Zeit für die Schüler bekommen würden, dann schmerzt die Mehrbelastung doch lange nicht mehr so, oder?
Ganz anders würde es wohl aussehen, wenn man per Flattr die einzelnen Politiker bezahlen könnte. Natürlich müsste dazu das Grundgehalt massiv gesenkt werden, auf ein normales Grundniveau. Den Rest müssten sich unsere Politiker dann durch Flattr Bezahlungen dazu verdienen. Da würde der eine oder andere sicherlich noch zusätzlich Hartz IV beantragen müssen.
Glücklicherweise Leider ist das alles reine Theorie, obwohl sich das Ganze ziemlich einfach umsetzen lassen könnte. Alle Projekte aus dem Haushalt in eine Datenbank und ab damit ins Netz. Dann wäre es nämlich endlich mal eine echte soziale Poltik und das Geld würde dahin fließen wo es gebraucht wird, oder?
Rock on…
Social Politik – Flattr für die Bundeshaushalte
Dienstag, Juni 8th, 2010, 11:33Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von










Das ist eine der besten Ideen, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
Allerdings wäre das von Sozialpolitik vermutlich weit entfernt.
Als BSP: 1000 ” kleine” flattern je 2 Euro für den neuen Kindergarten- 1 ” großer” flattert 5000 Euro für das neue Bauprojekt der Regierung…
Unterm Strich können die ” großen” die Politiker dann ganz offiziell kaufen:-)
Trotzdem gefällt mir die Idee!
Schöner Artikel, schöne Idee, habe ich auch gleich aufgenommen (nicht geklaut). Ich selbst bin aber so erschrocken darüber, dass niemand etwas tut, dass alles so einfach geschehen kann. Deshalb schimpfe ich jetzt und verbreite Unruhe. Echt ma!
Richtig so! Dabei kann das Web mit recht einfachen Mitteln sooo viel erreichen!
[...] wenn auch mit einem Augenzwinkern, dazu ist der Ansatz von Stefan zur Bewertung von Steuerleistungen und Politikern via. [...]