Sep
30
2008

Ballmer: Microsoft als einzige nennenswerte Konkurrenz zu Google

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Ja, da hat er mal wieder genau das getan was alle von ihm erwarten. Als aufgeregtes “Rumpelstilzchen” tobt unser Steve Ballmer erneut umher und überschüttet uns mit seinen Weisheiten. Da die Übernahme von Yahoo nun leider nicht geklappt hat müsse man jetzt halt

“Ein wenig arbeiten um das Online Search Business grundlegend neu zu erfinden”.

Dieser Satz war aber nicht der einzige, den der Microsoft CEO während eines Abendessens im Churchill Club des Silicon Valley von sich gab. Er hat sich für die nächsten 5 Jahre vorgenommen jährlich knapp 1,2 Milliarden in das “Online Werbegeschäft” zu stecken und sieht Microsoft als die einzige nennenswerte Konkurrenz zu Google. Um dieses fast unmöglich scheinende Unterfangen zu realisieren hat er dann auch schon das passende Konzept.

“Niemand kann sein Glück erzwingen. Nur, wenn die Anwender beginnen, in neuen Kategorien zu denken, hat man Erfolg.”

Aha, wir die Anwender sollen also in neuen Kategorien denken und Microsoft will uns dazu verhelfen. Klingt ja schon mal spannend. Vielleicht sollte man erst einmal bei sich selbst anfangen und in in neuen Kategorien denken. Warum kommt denn sonst so ein Unternehmen wie Microsoft erst jetzt darauf, dass man im Internet tatsächlich Geld verdienen kann? Hätte Microsoft vielleicht schon vor langem mit kostenloser Software den User beglückt, dann wären sie heute vielleicht tatsächlich ein ernsthafter Konkurrent.

Fehler machen aber nur die Anderen und dementsprechend wird auch gleich vorrausgesagt womit der Wettbewerb zu rechnen habe. 

Nokia führt den Smartphone Markt mit 30 % an. Wenn man mehr als das erreichen möchte, dann geht das nur durch eine Loslösung von Hardware und Software.

Zudem sei auch die angebotene Hardware von Apple und Research in Motion (RIM) zu proprietär, dass die beiden mit mehr Markteinbußen rechnen müssen als ihnen lieb sei. Langfristig, so Steve Ballmer, würden nur Symbian OS, Mobilversionen und Windows Mobile bestehen können. 

Wenn man sich dann aber schon einen Fehler eingesteht, dann kann man ihn ja auch sehr schön als großen Vorteil verkaufen. Das beste Beispiel dafür sind die erst kürzlich lizensierten Programme die Microsoft seinen Wettbewerbern anbietet.

 ”Apple ist eine gute Firma, haben aber eine seltsame Strategie. Sie glauben daran, dass Hardware und Software zusammen gehört. Sie trauen es anderen nicht zu die Software dafür zu programmieren. Solange wir und unsere Partner unsere Arbeit gut machen, gibt es überhaupt keinen Grund, warum Apple seinen Fuss in die Unternehmen bekommen sollte.”

Zum Abschluß hatte er dann für das gute Linux auch noch eine passende Kampfansage. 

“40 % der Webserver laufen unter Windows, 60 % unter Linux,” so Ballmer. “Was sollen wir tun? 40 ist weniger als 60, also passt es mir nicht. … Wir haben einiges zu tun.”

Nun sind wir also wieder um einiges schlauer. Apple, RIM und überhaupt alle anderen machen alles falsch und wären keine echte Konkurrenz. Der Suchmaschinenmarkt wird demnächst aufgeräumt von Microsoft nachdem uns beigebracht wurde wie wir in neuen Kategorien zu denken haben.

Ich bin gespannt und spare auf einen neuen MAC.

Rock on…

Ballmer: Microsoft als einzige nennenswerte Konkurrenz zu Google


Dienstag, September 30th, 2008, 15:22