Aug
11
2010

10 Regeln um erfolgreich die Blogkultur zu zerstören

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Was wäre das Web in der jetzigen Form ohne Blogger? Vielen ist dieses unbekannte Wesen schon längst ein Dorn im Auge und wenn wir jetzt nicht aufpassen, dann verlieren wir auch massiv an Ansehen.

Beim Besuch des ersten Blogs musste ich grinsen. Diesen Hype um die Blogs konnte ich nun so gar nicht nachvollziehen. Da schrieb einer irgend etwas Belangloses und ich fragte mich wen das überhaupt interessiert. Beim weiteren Stöbern in für mich relevanten Blogs veränderte sich mein Grinsen zu einem offenen Mund. Textsicher, mit Emotionen unterstrichen und voller wertvoller Hinweise wurde ich mit absolut hochwertigen Inhalten beschenkt. Es machte sich Dankbarkeit und größter Respekt in mir breit. Ich verstand allerdings nicht, warum diese Blogger das auch noch alles gratis machen. Es gibt unendlich viele Blogposts da draußen, die einen wesentlich höheren Wert haben, als Artikel in einer teuren Fachzeitschrift.

Das ist natürlich schon einige Jahre her und ich bin selbst unter die Blogger gegangen. Die Entwicklung der Blogkultur (sofern es eine gibt) sehe ich allerdings momentan eher negativ. Ja, ich weiß, dass ich schon wieder rumzicke, aber vielleicht sieht das der eine oder andere von Euch ja sogar ebenso. Die Art des Bloggens hat sich gerade in den letzten Monaten extrem weiter entwickelt. Es werden Techniken und Umgangsformen gepflegt, die ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann. Beispiele dafür hab ich natürlich genug. Ihr wollt welche? Dann brauchen wir nur noch diese Tipps anwenden und die Blogs verlieren massiv an Bedeutung.

Verlinke so viel es geht auf Deine eigenen Artikel

Keine Ahnung wie diese Unart entstanden ist. Ich nehme mal an, da haben einige wohl die SEO-Tipps für Blogger falsch interpretiert. Wie soll man als Blogger ernst genommen werden, wenn man in erster Linie auf die eigenen Artikel verlinkt?

Verlinke so selten wie möglich auf andere Artikel

Ich frage mich immer, wodurch dieser Linkgeiz entstanden ist. Ich verstehe ja, dass man keine Lust mehr auf diese vielen Linktausch Anfragen hat. Allerdings wird ein guter Artikel doch wesentlich interessanter, wenn man auf andere verweist. Und nur wer selbst verlinkt, wird auch gerne mal von anderen verlinkt, oder?

Schreibe in erster Linie über Dinge die schon 10 andere behandelt haben

Natürlich ist es schwierig sich jeden Tag etwas Neues einfallen zu lassen. Es ist auch nicht dagegen einzuwenden, dass man seine Sicht darstellt. Aber gerade bei News ist es häufig so, dass mehr als 10 Blogs ein und das selbe Thema aufbröseln. Da muss man dann nicht noch der elfte sein.

Kommentiere immer mit Deinem SEO Namen

Sehr wichtiger Aspekt um bei Google nach vorne zu kommen. Das Problem ist nur, dass kaum ein Kommentar von Dir ernst genommen wird, wenn Du Viagra oder Roulette heißt. Im Gegenteil, Du schadest Dir sogar. Es gibt sogar wertvolle Kommentare von solchen Viagras. Die veröffentliche ich dann allerdings nicht, was ich manchmal sogar sehr schade finde.

Kommentiere überall gleich

Warum sollte man bei Kommentaren direkt auf den Artikel eingehen? Einfach mal so etwas Sinnvolles wie:

Hätte gar nicht gedacht, dass es so einfach ist!

sagen. Da weiß jeder Bescheid wie dankbar Du für den Artikel bist und Dein Kommentar wird bestimmt immer veröffentlicht. Als Spam erkannt das der Blogbetreiber bestimmt nicht. :-) Das Ergebnis wird in Zukunft vielleicht das Bezahlen von Kommentaren sein.

Benehmen wird total überbewertet

Warum solltest Du Dich in einem Blog benehmen? Zuhause brauchst Du es nicht, beim Einkaufen tust Du es auch schon lange nicht mehr und im TV benimmt sich ja auch keiner. Also immer raus mit direkten Beschimpfungen. Am besten spickst Du sie dazu noch mit irgendwelchen Behauptungen und wirst dazu noch persönlich. So ist jede Menge Feuer in der Diskussion und der Blogger nimmt Dir als Troll das bestimmt nicht krumm.

Bescheidenheit ist was für Warmduscher

Wer Erfolg hat sollte es auch deutlich machen. Selbst der kleinste Erfolg kann als Sensation dargestellt werden. Also sei kreativ dabei und mach klar was für eine große Nummer Du bist.

Gib niemals Hilfestellungen

Wenn Dich jemand um Hilfe bittet, dann antworte auf keinen Fall. Es könnte sein, dass der Hilfesuchende dafür dankbar ist und Dir vielleicht etwas Gutes tun wird.

Klaue so oft und so viel Du kannst

Wertvollen Content findet man doch nun wirklich genug, oder nicht? Warum solltest Du ihn dann also selbst schreiben? Schmücke Dich mit fremden Federn und sei Dir dabei keiner Schuld bewusst. Nur so wirst Du zu Guru Deiner Zunft!

Wiederhole Dich stetig

Auch das ist ein wichtiger Aspekt. Nach dem Motto “Steter Tropfen höhlt den Stein” kommst Du am besten zum Teil. Nur wer immer wieder das selbe schreibt, dem wird man auch glauben.

So, das waren sie die 10 Regeln. Es könnte davon sicherlich noch etliche mehr geben, die allesamt dazu beitragen würden. Vielleicht habt Ihr ja auch noch den einen oder anderen Tipp um diese Liste zu erweitern? Gute Blogs gibt es natürlich immer noch jede Menge da draußen und vor den meisten habe ich einen riesigen Respekt. Es wäre wirklich sehr schade, wenn gerade diese guten Arbeiten irgendwann in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, weil ein paar solchen Blödsinn verzapfen, oder?

Rock on…

10 Regeln um erfolgreich die Blogkultur zu zerstören


Mittwoch, August 11th, 2010, 16:47


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