Jun
11
2010

Die weibliche Seite des Social Media Marketing

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VORSICHT: Es könnten sich ironische Passagen im Artikel befinden.

Bildquelle: www.fem.com

Was ist eigentlich Social Media Marketing? Das nochmal zu erklären ist nicht nötig, da verweise ich an dieser Stelle doch lieber auf zwei Experten, die sich schon mal eingehender mit Definitionen beschäftigt haben:

Social Media Marketing ist eine moderne Form der Public Relations, die darauf abziehlt, Beziehungen zu Kunden, Interessenten, anderen im Internet aufzubauen und zu pflegen. Der Kunde rückt in den Mittelpunkt und soll nicht mit monologischer Werbung beworfen werden, sondern von allein zur Person / zum Unternehmen seines Vertrauens kommen und sich beraten oder helfen lassen, sich austauschen und äußern können.Es geht nicht länger um Einseitigkeit, sondern um den Dialog…

Und was habe ich nun damit tun? Ich arbeite derzeit an einer Kampagne für den Online-Shop von Livingtools und möchte den Flair eines guten Ladengeschäftes in den Onlineshop bringen. Dafür habe ich die Figur Mr.Fanning entwickelt, der sein Publikum mit Nachrichten zu den Themen Design, Lifestyle usw. versorgt. Er ist auf Facebook und Twitter zu finden und blogt über Sachen, die ihn interessieren. Im Blog wird er immer wieder unterbrochen vom Shop, der Werbung macht. Der Shop und Mr.Fanning führen sozusagen eine Zweckbeziehung… Einfach mal reinschauen.

So, und nun zur weiblichen Seite: Bei der ganzen Arbeit ist mir aufgefallen, wie sehr die Aufgaben des Social Media Marketing zu mir als Frau passen:

  • Mr.Fanning knüpft Beziehungen
  • Er tauscht sich aus und quatscht
  • Er tratscht und sucht spektakuläre Neuigkeiten, die er weiter erzählen kann.

Tamar Weinberg hat dann auch gestern noch einen Post geschrieben, der heißt 6 Things parenthood taught me about social media.

In meinen bisherigen Kontakten zum Thema finde ich aber relativ wenige Frauen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Überhaupt, habe ich den Eindruck, dass Netzwerke (Bsp) von Frauen im Netz hauptsächlich von Feminismus, Genderfragen und Homosexualität geprägt sind. Als müsste im Internet die Freiheit der Frau noch mal neu erkämpft werden. Waren wir da nicht schonmal weiter?

Das andere Extrem sind Netzwerke, die Frauen ans Netz holen wollen, also, weg vom Herd (Bsp).Da wird dann in EINTÄGIGEN Seminaren der Webdesigner gemacht!?

Wie auch immer das gewertet werden mag: Ich freue mich über die Möglichkeit, die ich als SMMlerIN habe: Lesen, Informieren, Verbreiten, ratschen, tratschen, Heiterkeit…

Wenn meine Kampagne dann auch noch ein bisschen Erfolg hat und die Agentur bemerkt, Mensch, das bringt ja was und wirkt sich positiv auf unser Unternehmen aus, dann wird es vielleicht ein längeres Verhältnis.

Ansonsten Callcenter statt Corazon. Ich als junge Mutter habe nämlich überall fantastische Aussichten, vor allem hier im Osten…

Und nun, Ole Ole.

Juliane Uhl

PS: Die Frage, warum meine Figur ein Mann ist, ist durchaus berechtigt ;-)

Die weibliche Seite des Social Media Marketing


Freitag, Juni 11th, 2010, 13:23