11
2010
Die weibliche Seite des Social Media Marketing
VORSICHT: Es könnten sich ironische Passagen im Artikel befinden.
Bildquelle: www.fem.com
Was ist eigentlich Social Media Marketing? Das nochmal zu erklären ist nicht nötig, da verweise ich an dieser Stelle doch lieber auf zwei Experten, die sich schon mal eingehender mit Definitionen beschäftigt haben:
- Tamar Weinberg
- Stefan Petersen der unter anderem eine ganze Bibliothek von E-Books und Artikeln zum Thema zusammen gestellt hat
Social Media Marketing ist eine moderne Form der Public Relations, die darauf abziehlt, Beziehungen zu Kunden, Interessenten, anderen im Internet aufzubauen und zu pflegen. Der Kunde rückt in den Mittelpunkt und soll nicht mit monologischer Werbung beworfen werden, sondern von allein zur Person / zum Unternehmen seines Vertrauens kommen und sich beraten oder helfen lassen, sich austauschen und äußern können.Es geht nicht länger um Einseitigkeit, sondern um den Dialog…
Und was habe ich nun damit tun? Ich arbeite derzeit an einer Kampagne für den Online-Shop von Livingtools und möchte den Flair eines guten Ladengeschäftes in den Onlineshop bringen. Dafür habe ich die Figur Mr.Fanning entwickelt, der sein Publikum mit Nachrichten zu den Themen Design, Lifestyle usw. versorgt. Er ist auf Facebook und Twitter zu finden und blogt über Sachen, die ihn interessieren. Im Blog wird er immer wieder unterbrochen vom Shop, der Werbung macht. Der Shop und Mr.Fanning führen sozusagen eine Zweckbeziehung… Einfach mal reinschauen.
So, und nun zur weiblichen Seite: Bei der ganzen Arbeit ist mir aufgefallen, wie sehr die Aufgaben des Social Media Marketing zu mir als Frau passen:
- Mr.Fanning knüpft Beziehungen
- Er tauscht sich aus und quatscht
- Er tratscht und sucht spektakuläre Neuigkeiten, die er weiter erzählen kann.
Tamar Weinberg hat dann auch gestern noch einen Post geschrieben, der heißt 6 Things parenthood taught me about social media.
In meinen bisherigen Kontakten zum Thema finde ich aber relativ wenige Frauen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Überhaupt, habe ich den Eindruck, dass Netzwerke (Bsp) von Frauen im Netz hauptsächlich von Feminismus, Genderfragen und Homosexualität geprägt sind. Als müsste im Internet die Freiheit der Frau noch mal neu erkämpft werden. Waren wir da nicht schonmal weiter?
Das andere Extrem sind Netzwerke, die Frauen ans Netz holen wollen, also, weg vom Herd (Bsp).Da wird dann in EINTÄGIGEN Seminaren der Webdesigner gemacht!?
Wie auch immer das gewertet werden mag: Ich freue mich über die Möglichkeit, die ich als SMMlerIN habe: Lesen, Informieren, Verbreiten, ratschen, tratschen, Heiterkeit…
Wenn meine Kampagne dann auch noch ein bisschen Erfolg hat und die Agentur bemerkt, Mensch, das bringt ja was und wirkt sich positiv auf unser Unternehmen aus, dann wird es vielleicht ein längeres Verhältnis.
Ansonsten Callcenter statt Corazon. Ich als junge Mutter habe nämlich überall fantastische Aussichten, vor allem hier im Osten…
Und nun, Ole Ole.
Juliane Uhl
PS: Die Frage, warum meine Figur ein Mann ist, ist durchaus berechtigt
Die weibliche Seite des Social Media Marketing
Freitag, Juni 11th, 2010, 13:23Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von










Muß ich Morgen noch mal in Ruhe lesen. Ist wohl zu intellektuell für mich.
Ute
Zu diesem Mr.Fanning .. der ist vielleicht für die Käufer der Produkte von Livingtool geeignet. Aber ich glaube die Käufer von Livingtoolprodukten benutzen kaum Facebook. Und auf mich wirkt er eher unangenehm. Ich wünsch dir natürlich, dass es klappt, nur ich denke, du müßtest die Figur auf die Facebooker anpassen. Insofern, müßte man auch die Produktauswahl anpassen.
Dann zum Artikel .. Dein Negativbeispiel eines Frauennetzwerkes ist wirklich gräßlich. Ich glaube ein Grund warum Frauennetzwerke hauptsächlich Feminismus und Genderthemen aufgreifen, liegt nicht an den Frauen, die sich immer noch Emanzipieren müssen, sondern an den Fördertöpfen. Man bekommt einfach Geld, wenn man Projekte startet die diese Themen aufgreifen. Und meistens sind es auch Frauen, die davon wissen. Und so entstehen hunderte gesponserte Social Media Projekte, die sofort tot sind, wenn man nicht Geld nachschiebt. Aber was ich neuerdings gefunden habe und was typisch weiblich ist und zu SocialMedia gezählt werden kann sind diese Literaturblogs, die es auch bei youtube gibt. Da stellen die solche Buchkritik in Videoform dar und nebenbei wird verlinkt und in Twitter geplaudert. Die Technik ist inzwischen Frauentauglich geworden, womit ich meine, dass etwas funktionieren muss, bevor eine Frau ein Gerät verwendet.
@Balbi. Danke für deine ausführliche Beschäftigung mit meinem Artikel und deine Meinung zu Mr.Fanning. Du hast natürlich Recht, er ist recht speziell und passt zur Zielgruppe von Livingtools (männlich, wohlhabend, statusbedacht), so wie es jetzt existiert. Diese Zielgruppe vermute ich (noch) nicht bei Facebook. Die Einseitigkeit des Shops möchte ich gern aufbrechen, in dem ich z.B. Gastbeiträge mit eigenen kleinen Onlineshops publiziere oder Mr.Fanning in den Dialog mit weiblichen Figuren stelle.
Danke auch noch für deinen Literaturblog-Hinweis, schaue ich mir bei Gelegenheit mal an.
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