Warum so selten Emotionen durch Marketing geweckt werden
Virales Marketing ist für mich eines der schwierigsten Formen des Marketings. Wie schnell man mit ein paar Fehlern so richtig viel Geld verbrennen kann, haben wir ja gerade in der letzten Zeit miterleben dürfen. Die Zeichen der Zeit zu erkennen und vor allem Emotionen bei den potentiellen Kunden zu wecken, ist dabei sicherlich das größte Problem.
Mich überrascht dabei immer wieder, wie oft die Marketingprofis mit ihren Einschätzungen daneben liegen. Nur wenige Marketingaktionen aus Deutschland wissen wirklich zu überzeugen. Wenn dann schon mal eine überzeugt, dann sind es oft Aktionen, die von kleinen Agenturen oder Marketern kommen. Woran liegt das eigentlich?
- Sind die klassisch ausgebildeten Marketingprofis einfach nicht nah genug bei den Usern?
- Sind die Unternehmen nicht mutig genug für neue Ideen?
- Sind die Marketer nicht mutig genug?
Es gibt sicherlich tausende von Gründen keine neuen Wege zu gehen. Es gibt aber einen um genau das tun. Dabei gilt wie immer das alte Sprichwort:
Wer stehenbleibt macht einen Rückschritt!
Vielleicht sollte man genau jetzt anfangen umzudenken. Bei der nächsten Marketingaktion wäre es vielleicht mal eine Idee, sich einen Kunden ins Haus zu holen, der ein Fachmann auf seinem Gebiet ist. Blogger setzen sich oft sehr intensiv mit ihren favorisierten Themen auseinander und haben meistens auch jede Menge Gespür für ein passendes Marketing. Dabei kann es sogar zu einigen Synergie Effekten kommen, man muss nur über seinen eigenen Schatten springen wollen. Der Weg zu einem erfolgreichen Marketing kann nur über Emotionen kommen und genau die werden gerade durch unterschiedliche Sichtweisen ausgelöst.
Ein guter Ansatz wie man Emotionen besser erahnen kann, ist in dem folgenden Ebook sehr schön erklärt.
Wie ist denn Eure Meinung zu diesem Thema? Woran liegt es, dass so selten Emotionen im Marketing geweckt werden?
Rock on…
Tags: emotionen, Marketing, Social Media, virales
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Das Problem des Marketings ist meiner Meinung nach, dass es versucht künstlich Emotionen zu erzeugen, wo eigentlich keine Emotion vorhanden ist. Es geht eigentlich um: “Kauf’ mich, benutz’ mich, bring’ mir Geld! Ich bin toll aus den und den und den Gründen.” Im Prinzip geht es um Argumentation, doch da bringt man irgendwie Emotionen mit rein. Einerseits, weil man denkt, dem Kunden wäre es sonst zu rational. Andererseits lassen sich Emotionen viel unterschwelliger rüberbringen und der Kunde wird manipuliert.
Sicher entscheiden viele Kunden auch nach Gefühl, andererseits wird ihr Gefühl von etwas so Abstraktem wie einem Unternehmen oder dem Produkt kaum bewusst angesprochen. Man stellt sich nicht selten die Frage: “Warum ist Coca Cola jetzt cooler als alle anderen Marken?” o.ä. Prinzipiell ist Coca Cola nicht nur so erfolgreich, weil sie ein gutes Produkt herstellen (bzw. eine große Produktpalette), sondern sie sind bekannt, ein Marktführer und man hat sich an sie gewöhnt. Vielleicht bin ich auch zu rational, als dass die Strategie der Werbung bei mir funktionieren würde…
Natürlich geht es immer darum den Kunden zum Kauf zu animieren. Dabei sollte natürlich das Ziel sein, dass der Kunde mit einem positiven Gefühl kauft. Das funktioniert natürlich am besten über Emotionen. Wenn diese nicht geweckt werden (wodurch auch immer) wird sich der Kunde bei einem erneuten Bedarf kaum noch an die Marke erinnern.
Danke übrigens für Deinen ausführlichen Kommentar. Dafür hat es sich schon gelohnt den Artikel zu schreiben.