21
2009
Respekt 2.0
Knapp 1 Stunde hat das Lesen der Kommentare im Vodafone Blog gedauert. Ich muss natürlich zugeben, dass die meisten davon auch sehr unterhaltsam waren. Ich bezweifle allerdings sehr, dass ein Großteil des Web 2.0 mit dem nötigen Respekt an die Sache herangeht.
Das Web 2.0 ist ein wie Glatteis. Wenn man sich auf diese Fläche begibt, sollte man sich ausreichend vorbereiten und die passenden Schuhe bzw. Klamotten anziehen. Ich bin mir sicher, dass die Marketingstrategen der Vodafone Kampagne auch genau das getan haben. Man begab sich auf eine unsichere Fläche und fiel hin. So weit auch nicht ein grosses Problem. Aufstehen, Tränen abwischen und wieder anfangen zu laufen. Auch beim zweiten Aufstehen hielt man sich nicht lange auf den Beinen. Auch das ist noch kein Problem, passiert selbst den Besten immer wieder.
So richtig unangenehm wird es leider immer dann, wenn überall MitSpieler lauern, die einem noch nicht einmal beim Aufstehen helfen. Wer neu auf dem Eis ist, dem darf auch ruhig mal geholfen werden. Da muss man nicht auch noch Salz in die Wunden streuen. Jeder von uns die sich im Web 2.0 bewegen haben ihre eigenen kleinen oder großen Fehler gemacht. Vielen wurde sicher auch nicht geholfen, aber das darf noch lange kein Grund sein es nicht selbst zu tun.
Ich habe vielleicht eine falsche Auffassung, vielleicht ist meine Erziehung auch altmodisch. Ein grundsätzlicher Respekt dem Gegenüber sollte aber auch in der Welt des Web 2.0 möglich sein. Heute ist man aber anscheinend der Meinung, dass man alles und jeden beschimpfen darf. Selbst vor Unterstellungen wird nicht halt gemacht. Es mag zwar sein, dass Frau Schnutinger ihr neues Handy eventuell gesponsert bekommen hat, aber so what? Nur weil sie ausgewählt wurde und man selbst nicht, darf man das einfach mal so behaupten? Das ist eine Frau, die einen erfolgreichen und äußerst sympathisches Blog betreibt. Selbst wenn sie damit mehrere tausend Euro im Monat macht, hat sie es wohl verdient und ich zweifle noch lange nicht an ihrer Glaubwürdigkeit. Fussballprofis wechseln jedes Jahr den Verein und küssen zum Beweis das jeweilige Trikot. Ich als Fussballfan weiß doch nicht erst seit heute, dass die damit ihr Geld verdienen und nicht beim Verein bleiben um glaubwürdig zu sein.
Respekt verdient man sich normalerweise. Es ist nur sehr schwierig nachzuvollziehen, warum eben diese Blogger diesen Respekt nicht auch bekommen. Weil sie Geld dafür bekommen? Natürlich sollen sie dafür Geld bekommen und zwar so viel wie es irgend geht. Wir die Blogger und Webworker sollten endlich einmal anfangen respektvoller miteinander umzugehen. Neid und Häme gehören nicht ins Web 2.0 und die sozialen Netzwerke.
Rock on…
Respekt 2.0
Dienstag, Juli 21st, 2009, 17:34Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von










[...] Aus stellen wollen, schaffen sie es natürlich sehr schnell und kanibalisieren sich selbst. Der Respekt fehlt – schade eigentlich. Wie tröstlich es doch dann erscheint, dass wir uns selbst in einen [...]
Kritisieren darf man ja auch ruhig, schliesslich ist die Kampagne bisher ja auch alles andere als gut verlaufen. Nur wird mir eben viel zu oft vergessen, dass wir zwar online agieren, aber dahinter immer noch Menschen stehen.
Da stimme ich dir vollkommen zu. Drauf hauen ist oft einfacher, als sich kritisch und positiv mit etwas auseinander zusetzen.
Viel Positives hat diese Geschichte aber dann doch: Blogger sind wieder im Gespräch.
Beschimpfen und den Max raushängen lassen ist eben heute um so viel leichter… Was soll’s? Da muss man einfach drüber stehen.
Ich kann mich da nur anschließen sher oft wird versucht einer kunstruktiven Diskussion aus dem weg zu gehen.
Es ist halt so einfach, am PC mal richtig die Sau rauszulassen. Leider. Besonders, weil sich viele User auch noch hinter anonymen Kürzeln verbergen. Wurde auch schon selbst übelst angemacht und fand es zum K…. Aber irgendwann sagt man sich: Bad News are good News.