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2010
Retweets, Likes & Backlinks
Früher war alles besser würden manche jetzt sagen, aber das ist dann wohl doch nicht die richtige Antwort. Das Web hat sich durch Social Media stark verändert und wird auch im kommenden Jahr weiter stark verändern. Nur wohin?
Vor ein paar Jahren war es doch ziemlich easy als Suchmaschinenoptimierer erfolgreich zu sein, oder? Hier ein paar Backlinks gesetzt und dort ein wenig am HTML Code rumgfrickelt und schon hatte man ein cooles Ranking. Ok, ganz so einfach war es dann auch wieder nicht, aber um einiges einfacher als heute. Der moderne SEO oder Betreiber eines Webauftritts muss heute ganz amdere und vor allem viel mehr tun um auch gefunden zu werden. Wie soll das noch jemand schaffen neben dem täglichen Job? Da muss getwittert, gebloggt, Videos gedreht, geliked, getwittert, retweetet, Mails beantwortet und kommentiert werden, ansonsten ist man so gut wie gar nicht sichbar.
Vom Backlink zum ReTweet zum Like
Als Blogger hatte man es auch mal einfacher. Hat man es geschafft wertvollen Content zu schaffen, dann wurde er auch verlinkt und das sogar sehr häufig. Das funktioniert natürlich auch heute noch, allerdings mit einem großen Unterschied. Heute braucht man dazu ein harmonisches, gut funktionierendes Netzwerk. Dieses sorgt dann für die Links, weil man sich sicher sein kann, dass man selbst auch verlinkt wird. Ansonsten funktioniert es nur noch, wenn man wirklich einzigartigen, besonders guten Content liefert. Bei Plattformen wie Rivva reichen heute manchmal 2 popelige Backlinks um auf der Startseite zu erscheinen. Mit null Backlinks und ein paar Retweets funktioniert das allerdings auch schon. Das sollte für ein gutes Netzwerk doch wohl Peanuts sein, oder?
Die Idee zur Überschrift kam mir übrigens durch meinen zweitliebsten Weihnachtsfilm. Guckst du hier:
Retweets als Backlink Ersatz
Die Webworker sind vollkommen überlastet mit den Dingen, die sie jetzt nebenbei auch noch erledigen müssen. Da bleibt dann auch kaum noch Zeit für einen Backlink als Zeichen der Anerkennung. Also muss dann jetzt halt mal ein Retweet als Ersatz dafür herhalten. Google und Bing haben das Problem dann schon seit längerem erkannt und reagiert entsprechend. Heute wird das Ranking durch Autorität beeinflusst, bzw. heute gibt man es offen zu bei den Suchmaschinen.
Da die Flut an Informationen aber ständig wächst, wird auch das ReTweeten irgendwann zum Problem und man ist damit überfordert. Also gehen einem viele interessante Artikel durch die Lappen und Facebook will jetzt auch noch bedient werden. Was passiert? Richtig, man konzentriert sich auf einen Kanal und lässt den anderen nebenher laufen. Genau dann leidet aber eben das Eine und das Andere wird gepusht.
Facebook Likes als Retweet Ersatz?
Facebook wird also immer mehr als Kommunikationsplattform genutzt, fast schon als Mailersatz wie mir manchmal scheint. Man bekommt haufenweise Einladungen zu irgendwelchen Pages, wird in den Chat gerufen, bekommt persönliche Nachrichten und ständig neue Status Updates. Wie soll da noch einer Twitter richtig bedienen, geschweige denn ReTweets erledigen?. Also wird geliked was das Zeug hält und sei es nur um das Gewissen zu beruhigen.
Wohin geht die Reise in 2011?
Ich glaube bin mir sicher, dass der Wert von Likes und ReTweets extrem steigen wird. Backlinks werden zwar nach wie vor einen viel höheren Stellenwert behalten, aber in den Hintergrund treten müssen, weil es eben immer weniger geben wird. Sie werden irgendwann von den Social Media Reaktionen abgelöst werden. Vielleicht noch nicht in 2011, aber auf jeden Fall in den nächsten Jahren. Weiterhin wird eine optimierte Nutzung für die Social Media Dienste benötigt. Es werden Tools auf den Markt kommen, die mit Algorithmen automatische Retweets und Likes erzeugen. Wir werden Dienstleistungen in Anspruch nehmen müssen, die für uns die Fanpages etc. täglich bedienen, oder alles irgendwann später lesen. Vielleicht unterhalten wir uns dann gar nicht mehr mit einem Freund, sondern mit einem Dienstleister. Meine Ziele in 2011 sehen dementsprechend natürlich ein wenig anders aus. Ich werde mich neu strukturieren und wesentlich mehr Backlinks in die Posts setzen. Auch möchte ich intensiver networken und etwas Besonderes damit aufbauen. Das ist sozusagen das, was ich auch diesem Artikel für mich entschieden habe.
Nun bin ich gespannt wie Ihr zu dem Thema steht?
Rock on…
Retweets, Likes & Backlinks
Donnerstag, Dezember 9th, 2010, 13:41Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von










[...] es eigentlich gar nicht, findet Stefan Petersen. In einem interessanten Blogpost erklärt er, wie Retweets und Likes zum Ersatz für Backlinks werden [...]
Soweit ich beobachten konnte, verändert sich das Verhalten bei den RTs gerade. Power-User geben kaum noch, sondern fügen gute Tweets zu ihren Favoriten hinzu. Favoriten machen die Organisation einfach, die Ansicht von Favoriten wird von vielen Clients unterstützt. Zudem kann man die Favoriten eines Nutzers einsehen und so wie in den Listen stöbern.
Im Gegensatz zu RTs werden Favorites nicht explizit veröffentlicht. Favorites tauchen nicht in der Timeline auf. Ich sammle auf meinem Twitter Account @birger_h deutlich mehr Favorites ein als RTs. Mal schauen wie sich das in Zukunft auswirkt.
Bei den Likes in Facebook erscheint mit die Qualität des Netzwerks essentiell. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es andere Qualitäten haben muss, als die bestehenden Blogger-Netzwerke. Wir sehen ja schon, dass die Blogs an Bedeutung verlieren, damit sinkt auch ihre Relevanz.
Ich sehe das nur im Groben ähnlich wie du. Die Likes und Retweets werden nur etwas an Wert steigen. Weil Konten von Facebook und Twitter öffentlich sind. Und ich selbst zB überlege mir 5 mal, ob ich etwas retweete. Likes setze ich so gut wie nie. Das hat den Grund, dass ich mich für etwas anderes interessiere, als die Leute, die mir folgen oder denen ich folge. Z.B ein Musiker, der sich für Keywords interessiert, wird seinen Fans nicht twittern, wie er im Netz besser gefunden wird. Ein Designer twittert nicht über die neuesten Abmahnwellen wegen der AGB’s an seine Kunden. Das geht nur bei den Blogs, die über das Twittern, was sie selber ausmacht
Die Backlinks werden zwar ihren hohen Stellenwert behalten, aber eben nur, wenn Besucherströme entstehen, die die Folgeseite auch nutzen. Google weiß,wer auf welchen Link klickt und anschließend dort wielange verweilt. Jeder mit Analytics kann eine Maske über seine Webseite legen und weiß wo geklickt wird. Also ist die Messlatte für einen guten Link sehr hoch. Ein Link ohne Nutzer ist schon jetzt oder wenigstens bald wertlos.
Praktisch sieht das auch so aus, dass ich mir nur die Likes von nur 2-3 Leuten ansehe. Was Twitter angeht, so sehe ich auch nicht die Timeline an, sondern, denke mir nach 4 Wochen, ich muss mal wieder auf web-ideas gehen, um zu wissen, was los ist.
Automatische Reetweets haben sicherlich gar keine Wirkung im Wert. Ich habe mehr als 8 Leute auf Twitter,Facebook Myspace rausgeworfen, weil die automatisch ihre Artikel getwittert haben und dann gleich 20 Artikel pro Tag.
Meine Prognose geht dahin, dass sich die Socialmedia privatisiert, weil man eh nur mit 4-5 Leuten in Kontakt bleiben kann. D.h. die Blogger bleiben mehr oder weniger unter sich. Jetzt ist die große Frage, woher die Informationsvielfalt her kommen wird … ? Die Information wird zwar ständig im Untergrund brodeln, aber es wird nur ein unbestimmtes Rauschen sein. Denn zwei Sachen kann die Social Media nicht leisten: Die Menge der Zeit zum Lesen wird nicht erhöht. Die Qualität der Beziehungen wird nicht verändert. Das ist aber die Illusion der Socialmedia. Deswegen wird sich alles auf ein verstehbares und emotional fühlbares Niveau herunter regulieren. Wir sind ja jetzt schon alle miteinander verknüpft. Nur hat es keine Bedeutung, wenn man etwas nicht wahrnimmt oder es keine Auswirkung hat.
Der große Trend den ich sehe ist, dass die Inlandnahme von Themen im Internet abgeschlossen ist. Wie nach dem großen Goldrausch. Wer nicht jetzt schon einen Goldklumpen in der Hand hält, oder ein Flussstück zum schürfen besitzt, wird es schwer haben noch einen Staubkrümel Gold oder einen Flusslauf zu finden. D.H wir befinden uns in der Zeit der gegenseitigen Übernahme und Aufkäufe von Themen. Ich sehe auch immer wieder Webseiten, die versuchen Themen zu übernehmen und andere Webseiten platt zu machen. Und ich freue mich immer wieder, dass die ‘Konkurrenz’ den Aufwand unterschätzt.
Es gibt inzwischen festeingesessene mit bestimmten Themen. An diesen Filialen entstehen Strassen. Die Surfer kommen inzwischen über die Hauptstrasse und nicht mehr querfeldein durchs Gebüsch (einer themenfremden Webseite eines Kumpels). Letztlich gibt es große Filialen, wie Amazon oder Mashup oder selfhtml … Und abseits wird man das sweet, seet Home aufbauen. Denkbar wäre z.B. ein Homebook auf dem Handy. Im Netz wäre nur der Briefkasten. Ein Likebottom würden dann nur die sehen, von denen man z.B. die Telefonnummer hat.
Eine Verlinkung bringt nur etwas, wenn aus dem Trampelpfad ein Autobahnkreuz wird mit thematischer Überleitung und Hinweisen und eventuell sogar optischen Angleichungen.
@Stefan: Ein klasse Artikel, der die immer umfangreicher werdenden Tätigkeiten eines SEO-Experten gut erläutert. Dennoch sehe ich in der Entwicklung insbesondere für geschulte Fachkräfte ein Chance, sich auf dem Markt durchzusetzen.
Ich möche mich auf selbständiger Basis in eine ähnliche Richtung bewegen. Aktuell befinde ich mich in der Erstellung eines Marketingplans. Das Dokument soll in ein paar Wochen Banken und Investoren vorgelegt werden. Ich habe hier schon mal eine schöne Gliederung gefunden (http://www.perfekte-existenzgruendung.de/unternehmensberatungs-lexikon/9-marketing/85-marketingplan.html), würde euch aber noch um eine Einschätzung bitten: Kann man als Marketing-Strategie moderne Wege wie das Social Media Marketing auf einem so “hoch-offiziellen” Papier einarbeiten ? Oder ist die Zeit dafür noch nicht reif und man bezieht sich besser auf die gewohnten Instrumente ?
Danke für eure Meinung !
super Artikel hat Spaß gemacht zu lesen, zu deiner Voraussage denke ich persönlich das gerade der Like Button von Facebook zumidnest in der Industie stark an Bedeutung gewinnen wird da mit diesem auch die Userinformationen verknüpft sind. Das wird noch eine spannende Entwicklung.
[...] es eigentlich gar nicht, findet Stefan Petersen. In einem interessanten Blogpost erklärt er, wie Retweets und Likes zum Ersatz für Backlinks werden [...]
[...] die Zukunft riskiert Stefan Petersen, Autor und Betreiber des web-ideas-Blog. Stefan geht in seinem Artikel davon aus, dass reTweets und Links sehr viel wichtiger werden und in den kommenden Jahren Backlinks [...]
[...] und cleverer als der Wettbewerb sein. Clever bedeutet in diesem Fall aber eben nicht selbst mit den Tweets oder Links zu geizen, denn nur wer selbst etwas gibt, bekommt auch etwas zurück.Tags: algorithmus, Google, [...]
[...] gedacht.Ärger oder Enttäuschung?Weder noch, oder meinetwegen auch beides. Ich habe mich bereits hier oder da darüber ausgekotzt und habe das Thema eigentlich längst abgehakt. Allerdings habe ich [...]
[...] und cleverer als der Wettbewerb sein. Clever bedeutet in diesem Fall aber eben nicht selbst mit den Tweets oder Links zu geizen, denn nur wer selbst etwas gibt, bekommt auch etwas [...]