Feb
20
2013

Social Media & SEO – Ohne Struktur geht nichts mehr

This entry is part 2 of 5 in the series Social Media & SEO
No Gravatar

Ok, den einen oder anderen von Euch habe ich vielleicht ein bisschen gelangweilt im ersten Teil der Social Media & SEO Reihe. Schauen wir einfach mal ob ich diese dann heute ein wenig mehr unterhalten kann.

Einfach kann man heute keine guten Rankings mehr erreichen, so viel ist bestimmt den meisten klar. Google hat ihr Ziel das organische Ranking nicht mehr von simplen Algorithmen abhängig nahezu in die Tat umgesetzt. Wer heute mit einfachem Backlinkaufbau versucht seine Rankings zu verbessern wird spätestens mittelfristig das Nachsehen haben. Ich persönlich glaube, dass die klassische Suchmaschinenoptimierung heute schon nicht mehr den großen Wert besitzt wie sie mal hatte. Ich bin dazu der festen Überzeugung, dass dieser Wert auch in Zukunft immer weiter sinken wird. Da braucht es heute schon von Anfang an eine klare Strategie und diese sollte dann am besten mindestens genauso klar verfolgt werden. Im ersten Teil habe ich quasi eine Einführung zu Social Media & SEO gegeben und auf die Wichtigkeit der optimierten Social Media Profile hingewiesen. Damals hätte man dies als Offpage Suchmaschinenoptimierung bezeichnen können.

Struktur, wir brauchen Struktur!

Bleiben wir einfach mal beim Blog als Beispiel. Ein WordPress Blog aufzusetzen ist heute fast ein Kinderspiel. Die Artikel dann aber möglichst effektiv im Internet zu verbreiten ist dann doch um einiges schwieriger. Heute brauchen wir nicht nur eine klare Struktur beim Betreiben des Blogs selbst, sondern auch dazu noch strukturierte Daten. Ohne eine ordentliche Aufbereitung der Daten werden wir schnell das Nachsehen haben, mit haben wir allerdings noch den einen oder anderen Vorteil. Strukturierte Daten sind nichts anderes als eine klare Definition der Daten die man online gestellt hat. Soll heißen, dass Google z.B. anhand der mitgelieferten Definition erkennen kann, dass es sich bei den Daten z.B. um eine Adresse handelt. Definitionen gibt es bereits jede Menge. Zeit also unsere ganzen mal eine ordentliche Struktur zu verpassen.

URL Struktur

Sicherlich ist es heute den meisten klar, dass eine URL auch eine klare Struktur haben kann und auch sie auch haben sollte. In WordPress gibt es dafür jede Menge Möglichkeiten die uns die Entwickler mit ihren Permalink Tags mitgegeben haben. Anleitungen wie man für seinen Blog die richtige Permalink Struktur anlegt gibt es im Netz genug. Darauf brauche ich dann hier wohl nicht mehr eingehen, oder?

Google, der AuthorRank und die Rich Snippets

Verdammt schwer auszusprechen diese Rich Snippets, unter Alkoholeinfluss nahezu unmöglich würde ich mal behaupten. Für einen Blogger wäre hier natürlich ganz klar das Snippet am wichtigsten, das Euch als Autor des jeweiligen Artikels bestätigt. Ihr setzt damit praktisch Eure Unterschrift unter den Post. Je mehr Artikel Ihr schreibt und je häufiger sie kommentiert, geliked, geshared oder anders empfohlen werden, umso besser wird Euer AuthorRank sein. Die passende Infografik von Artaxo erklärt das Ganze dann vielleicht noch ein bisschen besser

Social Media & SEO - Faktoren für einen guten Google AuthorRank

Das wichtigste Rich Snippet ist für Blogger also das was Euch als Autor bestätigt. Das könnt Ihr in den verschiedensten Arten einbauen. Es gibt jede Menge WordPress Plugins dafür und Unmengen an Anleitungen. Wenn Ihr dann mal ein anderes Rich Snippet für Euren Blogpost braucht, dann würde ich hier mal beim WordPress Schema Creator vorbeischauen. Dieses Plugin generiert Euch den passenden Rich Snippet Code für alle möglichen Snippets wie Rezepte, Adressen usw. Damit sind alle weiteren Plugins überflüssig. Dieses kleine Tool macht das selbe übrigens auch für jede andere Homepage. Ein Test lohnt sich!

Übrigens: Wenn Ihr irgendwo Gastartikel schreibt, dann würde ich immer darauf bestehen, dass Ihr auch dort als Autor verifiziert werdet. Womit wir dann auch schon beim nächsten Thema wären.

Gastartikel zukünftig mit schlechterem Ranking

Wir kennen das Thema wohl alle. Bei mir schlagen viel zu viele von diesen Bettelmails auf in denen mir jemand einen Gastartikel anbietet. Es würde ja beiden Seiten Vorteile bringen, ich könnte ja auch einen schreiben, blah blah blah. Meine Antwort darauf ist meistens kurz und knapp. Ich habe kein Interesse, es sei denn es ist ein Blogger der nett ist und etwas Spannendes zu erzählen hat. Webseiten die auf Profit ausgelegt sind bekommen bei nichts gratis, Punkt.

Zusätzlich müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen wie Google damit umgeht und das scheint mehr als klar zu sein. Schaut man sich das untenstehende Video an, dann sollte einiges klarer werden. Google möchte gerne auch eine klare Struktur und nicht irgendwelche themenfremden Artikel die so gar nicht zum Blog passen. Backlinkaufbau durch Gastartikel ist damit dann auch gestorben.

YouTube Preview Image

Lösungen gibt es natürlich trotzdem und diese empfehle ich auch jetzt schon klar umzusetzen. Grundsätzlich gilt hier eine einfache Regel. Sagt klar und deutlich wer bei Euch schreibt und wo Ihr schreibt. Hier ein paar Tipps dazu, dann klappts auch mit dem zukünftigen Google Panter Update. :-)

  • Gastartikel nicht mehr als solche kennzeichnen
  • Gastartikel sind Artikel von zusätzlichen Autoren
  • Autorenprofile anlegen und verifizieren
  • keine unnatürlichen Links in Artikeln von Gastautoren
  • keine unnatürlichen Links in Autorenprofilen (Link im Autorenprofil am besten zur Autorenseite)

Tags, Kategorien oder lieber gar nichts?

Hier gibt es nun nicht unbedingt die goldene Regel die auf alle zutrifft. Ich gebe aber gerne den Tipp, dass ein Blog nicht mehr als 20 Kategorien haben sollte. Alles andere gehört dann in entsprechende Unterkategorien und diese würde ich möglichst kurz fassen. Lange Namen oder gar Sätze machen als Beschreibung Sinn aber eben nicht als URL. Tags empfehle ich dazu auch, allerdings gehe ich mit diesen immer sparsamer um. Wo ich früher noch möglichst viele Tags vergeben habe, versuche ich heute klare, einfache Tags zu finden. Mehr Tipps zu diesem Thema gibts in diesem Artikel.

Tweets, aber auch die mit Struktur!

Twitter nutzt greift genauso wie Facebook auf Open Graph zurück, Twitter hat dem Ganzen dazu aber noch den schicken Namen Twitter Cards gegeben. Twitter Cards sind also die Rich Snippets für Twitter und auch diese sollten wir dann auch dementsprechend strukturieren. Den Unterschied könnt Ihr dabei ganz einfach erkennen. Wenn Ihr mit der Maus über einen Tweet fahrt, dann gibt es nur dann den zusätzlichen Link Kurzfassung wenn der Verfasser auch das passende Rich Snippet dazu eingebunden hat.

Social Media & SEO - Blogpost ohne Twitter Card Snippet

Blogpost ohne Twitter Card Snippet

Social Media & SEO - Artikel mit Twitter Card Snippet

Blogpost mit Twitter Card Snippet

Der Unterschied ist enorm, oder? Also wird es Zeit auch hier mal aufzuräumen wenn Ihr sowieso schon mal dabei seid. :-) Auch dafür gibt es natürlich wieder jede Menge WordPress Plugins. Als Empfehlung gebe ich allerdings nur eines, nämlich das WordPress SEO Plugin von Yoast. Wer dieses installiert hat kann sich schon mal glücklich schätzen, denn dort braucht Ihr in den Einstellungen nur Euren Twitternamen eingeben und alle Posts gelangen ordentlich strukturiert zu Twitter. Wer lieber ohne Plugin arbeiten möchte, dem empfehle ich dieses kleine Tutorial in dem Ihr auch den passenden Code Schnipsel für die Twitter Cards findet.

Wenn Ihr erfolgreich wart, dann sollte das Preview Tool auch das entsprechende Ergebnis anzeigen. Danach braucht Ihr nur noch mitmachen und Eure Daten vervollständigen. Dann steht einem noch erfolgreicherem Twittern nichts mehr im Wege.

Facebook Open Graph und das übliche Leid

Ja, auch unser liebes Facebook möchte natürlich auch ordentliche Daten haben. Am besten ganz, ganz viele, aber das ist hier nicht das Thema. Wenn Ihr Eure Daten per Open Graph strukturiert an Facebook schicken wollt, dann gibt es eigentlich nur ein empfehlenswertes Plugin, das Facebook Open Graph Protocol. Da sind nicht nur die wenigsten Probleme zu erwarten. Dazu hat es den ganz großen Vorteil, dass Ihr nicht noch zusätzliche Meta Descriptions eingeben müsst, es übernimmt die vorhandenen Beschreibungen gängiger SEO WordPress Plugins.

Puh, das war ne Menge Holz würde ich sagen. Nachdem die Hälfte des Artikels fertig war, hatte ich einfach keinen Bock mehr das Ganze dann noch zu teilen. Ich hoffe es nicht zu viel Lesestoff für Euch geworden.

 

Rock on…

Series Navigation<< Social Media und SEO – BasicsWordPress Plugins für Rich Snippets >>

Social Media & SEO – Ohne Struktur geht nichts mehr


Mittwoch, Februar 20th, 2013, 09:31