14
2011
Teenager haben null Bock auf Markenkommunikation
Tja, das frustriert jetzt bestimmt die meisten Marken und deren Online Marketer. Da hat man so viel Potential in Social Media und erkannt und nun sind die meisten Ansätze auch noch falsch.
“Social Media ist Kommunikation” ist wohl einer der beliebtesten Sätze, wenn es um die Facebook & Co. geht. Man hat sich auf die Suche begeben um Markenbotschafter zu finden, die positiv für die Marke werben. Tja, und nun steht man wieder am Anfang, denn anscheinend interessiert es die Leute nicht im Geringsten. Zumindest ist bei den 12-17 jährigen Kids in den USA so. Da haben nämlich nur schlappe 6 % Interesse daran mit einer Marke zu kommunizieren.
Die Kids wollen über Marken reden, aber nicht mit ihnen
Die von Forrester veröffentlichte Studie hat dabei noch einige andere interessante Dinge herausgefunden. So reden die Kids zwar gerne über die Marken und deren Produkte, aber das eben viel lieber von sich aus und eben nicht von der Marke initiiert. Das bedeutet also ganz klar, dass die Diskussion aus den Händen gegeben wird bzw. sowieso schon die ganze Zeit eben kaum steuerbar war.
Die Kids vertrauen Google aber Facebook viel weniger
Das nächste interessante Ergebnis ist der Vertrauensaufbau in den Social Networks. Auch das war schon immer eines der Hauptargumente für Social Media Auftritte von Unternehmen. Die Realität sieht aber anscheinend ganz anders aus. In der Befragung antworteten nämlich die meisten Jugendlichen, dass sie den Suchergebnissen oder dem TV trauen, gerade mal 26 % schenken einem Social Media Auftritt ihr Vertrauen.
Das sind Ergebnisse, die stark zum Nachdenken anregen, oder? Wenn diese Käuferschicht also gar nicht mit Marken reden möchte und ihnen bei Facebook & Co. sowieso kaum vertraut, wie bekommen wir als Marketer das dann noch sinnvoll gesteuert? Ich weiß, dass sind provokative Fragen, aber habt Ihr denn schon die passenden Antworten?
Teenager haben null Bock auf Markenkommunikation
Montag, März 14th, 2011, 13:31Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von









Die Zielgruppe der 12-17-jährigen ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Konsumentengruppen. Je nach Produkt oder Dienstleistung dürften andere Alters- und Konsumentengruppen jedoch wesentlich wichtiger sein.
Für mich ist auch von Interesse, in welcher Form diese Daten erfasst wurden? Werbung und Kommunikation wirken vor allem auch subtil –
ich kann auf der einen Seite eine sehr hohe Meinung über eine Marke haben und die dazugehörigen Produkte geradezu anbeten, auf der anderen Seite muss ich deswegen noch kein Interesse daran haben, in social networks mit der Marke zu kommunizieren.
Genauso wie ein Schüler den sozialen Lehrer nicht mag, weil er letztlich die Zensur vergibt, mögen Teenager die Marke nicht, die letztlich z.B. 80€ für eine Jeans verlangt.
Glaubwürdige Kommunikation besteht darin, Unterschiede anzuerkennen.
Die Frage nach dem ‘Vertrauen’ ist bereits falsch gestellt und sollte vielleicht gar nicht das Ziel der Kommunikation zwischen Marke und Teenager sein.
Deine Argumente kann ich durchaus unterschreiben. Nur wird eben meist gerade der “Aufbau von Vertrauen” an erste Stelle gestellt. Den Sinn danach habe ich mir bereits auch schon öfter gestellt und vor allem immer wieder gefragt, ob das überhaupt möglich ist.