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Mai 4

Twitter zerstört sich selbst

Veröffentlicht am Montag, Mai 4, 2009 in Social Media
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Vor wenigen Monaten schien es noch unmöglich mit Twitter Geld zu verdienen. Mittlerweile scheint Twitter für einige zu einer wahren Gelddruckmaschine zu werden. Die Macher von Twitter sollten dringend nach einer Lösung suchen um nicht irgendwann das Nachsehen zu haben.

Das mächtige Social Media Tool Twitter hat sich beinahe verselbstständigt. Völlig ausser Kontrolle geraten entwickelt sich aus diesem Microblogging Dienst etwas völlig anderes, als es eigentlich werden sollte. Fast täglich erscheinen neue Twitter Trainer oder kostenpflichtige Tools im Netz und revolutionieren die ursprüngliche Twitterwelt. Dabei ist das Wort Revolution noch nicht einmal übertrieben, schliesslich sind diese Tools und Trainer innerhalb weniger Tage dazu in der Lage viele Tausend Follower aufzubauen. Nachdem ich mir diese Strategien oder Tools genauer angesehen habe wurde mir fast schlecht. Ich habe eigentlich überhaupt nichts gegen neue und innovative Ideen oder Tools. Ob man aber jedes noch so unwichtige Tool auch gleich ungeprüft veröffentlichen darf, ist eine ganz andere Frage.

Die Twitter Trainer

Eines der neuesten Erscheinungen sind die sogenannten Twitter Trainer. Natürlich ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden einem Neuling das Twittern zu erklären. Geld darf man für sein Fachwissen natürlich ebenso verlangen. Solange es Menschen gibt, die für dieses Wissen bezahlen, gibt es daran nichts verwerfliches. Der Sinn von Twitter wird dabei allerdings völlig ausser Kraft gesetzt. Wer durch simple Tricks wie massives Followen tausende von Followern aufbaut, der sollte zumindest auch etwas zu sagen haben. Meistens haben diese aber nichts zu sagen und für ihre ganzen Follower auch noch eine Menge Geld bezahlt. Der Trend für diese Art von Dienstleistung ist stark steigend, aber momentan nicht gerade von richtigen Fachleuten geprägt. Vielmehr scheint sich hier eine Art Pyramiden System zu entwickeln, in dem die Trainer ihren Followern das Fachwissen bezahlen lassen und das Folgevolk für neue zahlende Follower sorgt.

Die kostenpflichtigen Twitter Tools

Um genauso wie durch einen Trainer tausende neue Follower aufzubauen gibt es mittlerweile sogar Software für die man richtig Geld bezahlen muss darf. Kinderleicht zu bedienen und mit wenigen Klicks kommt man mit solchen Programmen so zu einer Heerschar an willigen Followern. Möglich ist das Ganze natürlich nur, weil Twitter halt offen für alle möglichen Anwendungen ist. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass die Macher von Twitter genau das im Sinn hatten. 

YouTube Preview Image

Krise oder Erlösung?

Bei der Recherche zu diesem Thema habe ich mich immer gefragt, warum die Verantwortlichen von Twitter das alles zulassen. Immer wieder gibt es neue Finanzierungsrunden um den Dienst aufrecht zu erhalten. Die Zahl der Twitter Nutzer vervielfacht sich ständig, auch wenn viele neue User schnell wieder gehen. Warum unternehmen die also nichts? Meiner Meinung nach ist das sogar die einzige Strategie die Twitter in Zukunft erfolgreich Geld verdienen lassen kann. Erst wenn alles übersät ist mit sinnlosen Tweets und ein heilloses Durcheinander herrscht ist der Zeitpunkt für ein kostenpflichtiges Twitter gekommen. Dann wird es sicherlich viele unter uns geben, die gerne ein paar Euro für ein ruhiges und informatives Twittern bezahlen, oder?

 

Rock on…

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  1. KChristophNo Gravatar sagt:

    Rein gefühlsmäßig habe ich mich bis jetzt gegenüber der “Twitter-Manie” zurück gehalten; bis gestern. Da habe ich mir ein Twitter-Konto geschenkt. Ich brauche keine die mir folgen, ich werde keinem folgen. Ich werde nur von Zeit zu Zeit ein paar Gedanken in den Himmel steigen lassen. (Der Twitter-Himmel, ihr kennt das Video, ist nicht mein Himmel.) http://twitter.com/buchlust

  2. NorbertNo Gravatar sagt:

    Hallo Twitterkollege! Sehr interessanter Blog, ab sofort auch in meinem Reader.

    Lustigerweise habe ich vorhin getwittert (ohne diesen Eintrag zu kennen): “Twitteridentitätsproblem. Quo vadis @norbert_hayduk?”.

  3. StefanNo Gravatar sagt:

    Manchmal haben halt viele Leute das selbe Bedürfnis. :-) Vor allem bei Twitterern

  4. WalterNo Gravatar sagt:

    Schöner Beitrag, danke dafür. Sobald Geld ins Spiel kommt ist es aus mit dem Spaß.

  5. SilviaNo Gravatar sagt:

    Twitter zerstört sich selbst? Quatsch! Twitter ist derzeit die wohl begehrteste Firma des Planeten. Nachdem Google einen Korb bekam, scheint nun Apple zu versuchen, sich den MikroNews-Dienst einzuverleiben –> Siehe: http://techfever.net/2009/05/05/twitter-fever-apple-to-buy-twitter/

  6. StefanNo Gravatar sagt:

    Da zweifelt doch auch keiner dran. In dem Artikel geht es doch um etwas ganz anderes, oder geht es Dir vielleicht nur um den Backlink?

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