14
2009
Warwick – Bässer Social Media nutzen!?
Dabei fing doch alles so gut an. Der Bundespräsident Horst Köhler besuchte die deutsche Gitarrenschmiede Warwick, alle machten fröhliche Gesichter und die PR Abteilung freute sich über diese kostenlose Öffentlichkeitsarbeit. Wenn da dann nicht bloss das Social Network wäre und sich schlechte Nachrichten dadurch viel schneller verbreiten würden…
Qualität hat nun mal seinen Preis, dass ist nicht erst seit gestern bekannt. Musiker gehören oft zu den Menschen, die lieber ein paar Monate länger sparen, um sich dann ein qualitativ hochwertiges Instrument zu kaufen. Viele Bassisten schwören dabei auf gute deutsche Qualität und sind Stammkunden bei dem Gitarrenbauer Warwick.
Wenn ein Instrument grundsätzlich schon mal ein wenig teurer ist als andere und dazu auch noch in Deutschland hergestellt wird, dann glauben die Kunden natürlich schnell, dass es auch den Mitarbeitern gut geht. Sollte man eigentlich auch denken, doch eine Bewerberin gab dem Stern ein Interview indem sie genau das widerlegt haben wollte.
Sie spricht dabei von der ihr angebotenen Vollzeit-Stelle als Diplom-Betriebswirtin. Für diese 47,5 Stunden pro Woche (dazu noch je 2 Samstage im Monat) wurde ihr dann auch ein sagenhaftes Gehalt von EUR 1.100,- geboten. Dazu muss man betonen, dass diese enorme Summe natürlich brutto zu verstehen ist.
So weit, so gut. Solche Meldungen bleiben natürlich nicht lange unentdeckt, also tauchten kurze Zeit später auch die ersten Blogartikel auf, die ihren Unmut über die Geschäftspolitik Personalpolitik von Warwick äußerten. Musiker unterhalten sich aber immer noch gerne im Web 1.0 Stil und kommunizieren gerne und viel in Foren. Die allerdings laufen gerade zu über mit Meinungen, Diffamierungen oder ähnlichem. Denn dort wird schon gefragt wer es sich in Zukunft noch traut eine Framus Gitarre oder einen Warwick Bass zu spielen.
Ich stelle mir natürlich erst einmal wieder die Frage, warum das Unternehmen nichts dagegen unternimmt. Wissen die nicht um die Macht von Social Media? Haben die denn keine Fachleute zur Seite, die Kommunikation in sozialen Netzwerken begriffen haben? Mittlerweile sind schon einige Tage vergangen und die Front derer, die in Zukunft lieber einen anderen Bass oder eine andere Gitarre kaufen wird grösser und grösser. Dazu kommt noch, dass gerade Musiker eine Klientel ist, die aus Überzeugung Dinge tun und ein sehr ausgeprägtes Gespür für Ungerechtigkeit besitzen.
Wahrscheinlich Vielleicht ist es noch nicht zu spät sich mit dem Thema Social Media auseinander zu setzen liebes Warwick Team. Es gibt hier im Netz durchaus einige Fachleute die wissen was sie tun. In den meisten Fällen wollen die aber auch für gute Arbeit eine gerechte Entlohnung haben, aber genau das ist ja vielleicht auch der richtige Einstieg, oder?
Rock on…
Warwick – Bässer Social Media nutzen!?
Mittwoch, Oktober 14th, 2009, 09:36Ähnliche Artikel
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Ein Artikel von










Wow, gut zusammengefasst!
Du kannst mir glauben: Warwick versucht etwas dagegen zu unternehmen. Das Was und Wie willst Du bestimmt nicht wissen! Problem ist, und da gebe ich dir voll und ganz recht, daß gerade die Geschäftleitung nicht die blasseste Ahnung hat was ein Sozial-Network ist. Zumal das ein Wort ist in dem “Sozial” vorkommt …
Was Du aber bestimmt glauben kannst: Die Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter kennen und nutzen diese Netzwerke sehr intensiv. Gerade jetzt …
Hi Kracks, vielen Dank erst einmal für deinen Kommentar. Doch, natürlich würde ich gerne das “Was und Wie” wissen wollen, denn genau das ist entscheidend. Es ist natürlich sehr löblich, dass ihr als Mitarbeiter das Marketing für das Unternehmen übernehmt und mehr als verständlich.
Aber wie gesagt, die Unternehmensführung hätte längst handeln sollen, vielleicht haben sie es sogar schon. Dann aber auf keinen Fall bitte mit der Hilfe von Advokaten, das wird oft dadurch nuir noch schlimmer und wird zum Bumerang.
Wow… und bei dem Laden hab ich mich mal als Admin beworben. Jetzt weiß ich, warum die mich damals abgelehnt haben. Danke für den Artikel.
Gruß,
Danny
Ich finde es für solch ein Weltunternehmen total daneben. Wo bleibt da die Unternehmerische Verantwortung der Gesellschaft gegenüber?