Okt
20
2009

9 Google Reader Tipps für Webworker

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Durch mein privates Interesse und meinen Job gehöre ich ja zu denen, die nahezu jedes neue Tool testen und dann eventuell ständig nutzen. Dabei war und ist der Google Reader für mich das wichtigste Tool. Heute zeige ich wie man wesentlich mehr aus diesem Tool herausholen kann.

Google Reader – Die eierlegende Wollmilchsau

Bisher habe ich den Google Reader zwar intensiv genutzt, aber mindestens 70 % seines Potentials nicht genutzt. Als dann die neuen Funktionen in der englischen Version hinzu kamen, hab ich im Prinzip von vorne angefangen. Jetzt ist dieses Tool für mich fast das einzige Tool welches ich zur täglichen Arbeit im Web brauche.

Google Reader als Newsreader

Einer der großen Vorteile vom Google Reader ist natürlich die Möglichkeit so ziemlich alles als RSS Feed zu abonnieren. Sobald Ihr eine interessante Webseite gefunden habt und das kleine RSS Icon in der Browserzeile angezeigt wird, könnt Ihr diese Webseite auch als RSS Feed abonnieren.

RSS Feeds für jede Webseite

Natürlich gibt es nach wie vor auch Webseiten die keinen RSS Feed anbieten. Für diesen Fall gibt es aber auch eine schlanke Lösung. Feedity ist dazu in der Lage von jeder Webseite einen RSS Feed zu generieren. Man gibt einfach die URL an und Feedity erstellt daraus einen RSS Feed. Die Adresse braucht Ihr nur noch unter Add Subscription hinzufügen und schon seid Ihr immer informiert.

RSS Feeds von Suchergebnissen

Auch das ist für mich eines der wichtigsten Features geworden. Ohne die Möglichkeit nach bestimmten Keywords zu monitoren würde ich kaum neue und interessante Blogs finden. Von interessanten Artikeln ganz zu schweigen. Meine persönlichen Favoriten sind hier Itpints und MonitorThis. Einfach Eure Suchbegriffe eingeben und das Ergebnis als RSS Feed hinzufügen, einfacher gehts nun wirklich nicht, oder?

Organisieren der RSS Feeds

Das ist zwar eigentlich selbstverständlich, wird aber dennoch oft vergessen vernachlässigt. Google Reader bietet hier zwei unterschiedliche Möglichkeiten seine Feeds zu organisieren, in Ordnern oder mit Tags. Ich bevorzuge bei meinen RSS Abonnements die Ordner. Der große Vorteil von Ordnern ist, dass ich eben auch 100 RSS Feeds von Blogs in dem Ordner haben kann. So brauche ich nur auf den Ordner zu klicken und mit der Tastatur einfach durchscrollen bis alle Artikel dieses Ordners gelesen sind.

Google Reader als Social Bookmarking Tool

Ich bin war seit langem ein begeisterte Delicious Anhänger, schliesslich habe ich alle meine Bookmarks dort gesammelt. Auch die Möglichkeit meine Favoriten jede Woche als Rocking Links zur Verfügung zu stellen, war für mich immer ein sehr wichtiger Punkt. Es gibt ja auch etliche Tools, die einem das Bookmarken bei Delicious noch einfacher machen, mir war es aber trotzdem nie einfach genug. War ein Artikel würdig um in die Rocking Links zu kommen, dann musste ich mich erst einloggen, eine Beschreibung angeben, Tags anlegen und den blöden Haken für das twittern des Links zu unterbinden.

Google Reader macht es mir da doch um einiges einfacher. Ich kann nämlich die Tags dafür benutzen um mir wichtige Artikel zu kennzeichnen. Am Ende eines jeden Artikels findet Ihr diesen Edit Tags Link. Wenn ich einen wichtigen Artikel gefunden habe gehe ich wie folgt vor:

  • Draufklicken und relevanten Tag eingeben
  • Sollten mehrere Tags relevant sein, dann einfach durch Komata trennen
  • Strukturierung der Tags in z.B. Tutorials, To-do, To-Blog, Rocking Links

Der grosse Vorteil dieser Tags liegt darin, dass man die gespeicherten Artikel eines Tags als RSS Feed wiederum anderen zur Verfügung stellen kann. Der andere Vorteil ist natürlich, dass man wesentlich schneller etwas relevantes wieder findet. :-) Genau so ist mein Rocking Links Feed entstanden. Wer also den Artikel mit meinen gebookmarkten Links abwarten kann, wird dadurch schnell informiert was ich gerade als sehr wichtigen Artikel empfehle. Das einzige Problem was ich jetzt noch zu lösen habe ist, einen automatischen Blogpost erstellen zu lassen, der einmal in der Woche veröffentlicht wird. Ich arbeite aber daran und irgendwann werde ich auch eine schöne Lösung gefunden haben.

RSS Feeds abonnieren ohne den RSS Button zu suchen

Geht Euch das auch so, oder bin ich manchmal nur zu blind? Ich suche mir manchmal einen Wolf um den RSS Button zu finden bei einigen Websites. Auch das hat jetzt ein Ende, denn dieses kleine Draglet erledigt die Arbeit für einen Blinden wie mich. Zu finden ist diese Funktion unter Settings -> Goodies. Einfach oben in die Browserleiste ziehen.

Einzelne Seiten zu Google Reader hinzufügen

Auch das ist eine richtig schöne Funktion, die ich nicht mehr missen möchte. Nahezu jedes Tool hat diese klassische Funktion um eine Webseite schnell mal zu bookmarken. Ich sehe jetzt allerdings überhaupt keinen Grund mehr, warum ich noch andere Tools benutzen sollte. Ein einziger Klick reicht um den Artikel in meinen Reader Account zu bekommen. Vorher noch den einen oder anderen Tag eingeben und mehr brauch ich nicht zu tun. Finden könnte Ihr dieses Draglet unter Notes -> Note in Reader

Spread the Word mit Google Reader

Klar, die mühsam gefunden Links wollen natürlich der Welt mitgeteilt werden. Wozu soll ich aber dazu noch bei diversen Social Bookmarking Seiten angemeldet sein. Ich bereits schon einmal darüber sinniert geschrieben, warum ich bei den klassischen Social Bookmarking Portalen keine Zukunft mehr sehe. Hier ist nämlich einer der Gründe zu sehen. Ich klicke einfach auf den Send To Button und veröffentliche den Artikel bei Twitter, Facebook oder wo auch immer. Da die meisten von uns sowieso jeden Tag auf Twitter und Facebook angemeldet sind, ist dieses auch der einfachste und beste Weg um seine gefundenen Perlen zu teilen.

Tipp: Wem die klassischen Bookmarking Dienste nicht reichen, der kann auch seinen persönlichen Favoriten hinzufügen. Unter Settings -> Send To kann man hier ganz einfach einen zusätzlichen Dienst wie z.B. t3n anlegen. Einfach auf den Link Create a Custom Link klicken und folgendes eingeben:

RSS Favoriten als Bundle sharen

Ja ich weiss, die Headline ist wieder einmal suboptimal. Ich finde allerdings immer weniger deutsche Begriffe, die es genauso gut beschreiben würden. Wenn Ihr Euren Freunden Eure Lieblingsfeeds zur Verfügung stellen möchtet, dann könnt Ihr das auch ganz einfach im Google Reader erledigen. Unter dem Menüpunkt Browse for Stuff versteckt sich nämlich die Funktion um aus mehreren Feeds ein Bundle zu erstellen. Man klickt einfach auf Create a Bundle und zieht per Drag and Drop die einzelnen Feeds in das soeben erstellte Bundle. Jetzt noch eine sinnvolle Bezeichnung und Beschreibung dafür finden und schon erscheint das Bundle unter Euren Shared Items. Den Link dazu könnt Ihr so natürlich auch an Eure Freunde verteilen. Ist doch ein wertvoller Mehrwert für Eure Leser oder nicht?

So, das ist zwar jede menge Stoff was ich da für Euch als Tipps habe, aber ich hoffe, dass es dem einen oder anderen von Euch eine Hilfe ist. Falls Ihr auch noch einen weiteren Tipp dazu habt, dann immer her damit!

Rock on…

9 Google Reader Tipps für Webworker


Dienstag, Oktober 20th, 2009, 07:17