Mai
28
2009

Keine Angst vor Affiliate Links im Blog

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Bloggen und den Lesern spannende Themen anzubieten bringt doch so richtig viel Spass, oder? Der Anzahl der zufriedenen Lesern wächst und sogar die Abonnentenzahl nimmt ständig zu. Vielen Bloggern reicht allerdings nach einer gewissen Zeit dieser Spass nicht mehr und würden gerne den einen oder anderen Euro mit ihrem Blog verdienen. Affiliate Marketing ist eine der vielen Möglichkeiten und gleichzeitig die unbeliebteste. Warum eigentlich?

Mit einem Blog Geld zu verdienen ist schwierig. Man braucht einiges an Erfahrung, jede Menge Hintergrundwissen und einen langen Atem. Eine der ersten Möglichkeiten die eingesetzt werden sind meistens Google Adsense oder auch denen oder anderen Banner. Sie sind einfach und schnell einzubauen, die Erfolge sind schnell sichtbar und die Leserzahl bleiben meistens auch konstant. Affiliate Links werden allerdings wesentlich seltener in Blogs eingesetzt. Ich werde versuchen das Thema ein wenig zu entzerren und mögliche Lösungen aufzuzeigen.

Ein Link ist ein Vertrauensbeweis

vertrauenJeder gesetzte Link in einem Artikel bedeutet Vertrauen in die Arbeit des anderen Bloggers, ist eine Wertschätzung und in vielen Fällen sogar beides. Eine Wertschätzung oder anders ausgedrückt ein Lob, ist in der Bloggerwelt heute mittlerweile so ein hohes Gut, dass immer seltener freiwillig Links gesetzt werden. Der Blogger gibt damit eine Empfehlung für den Artikel des anderen Bloggers ab und läuft Gefahr, dass der Leser den Blog verlässt. Hier liegt bereits der erste Gedankenfehler. Ein guter Artikel wird natürlich auch zu Ende gelesen und der Leser wird sicher auch gerne immer wieder zurück kommen, schliesslich gefallen ihm die Artikel.

Was spricht also gegen einen Link mit dem der Blogger Geld verdient?

Wer gerne bloggt, viele und gute Artikel verfasst der wird auch gerne gelesen. So ein Blogger geniesst auch einiges an Vertrauen bei seinen Lesern und gewinnt an Autorität. Wenn so ein Blogger eine Menge an guten Artikel verfasst hat und viele Stunden an Recherchen und Feintuning gesessen hat, warum sollte dann ein Blogpost mit Affiliate Links nicht mehr glaubwürdig sein? Artikel die passend zum Blog Empfehlungen zu kostenpflichtige Angeboten verlinkt werden, die dürfen auch gerne ein Affiliate Link sein. Natürlich ist meine Meinung nicht ausschlaggebend, es gibt aber sicher viele die ähnlich denken. 

Welches Affiliate Programm für welches Blog?

Auch hier sollte die Glaubwürdigkeit im Vordergrund stehen. Wer hauptsächlich über Autotuning bloggt, dem wird man schwer einen Blogpost über einen neuen Handyvertrag abnehmen. Schon gar nicht wenn er mit Affiliate Links gespickt ist. So etwas wie ein narrensicheres System für erfolgreiches Affiliate Blogging gibt es wohl nicht. Solche Tipps gibt es nur auf amerikanischen Landingpages, die übrigens ausschliesslich aus Affiliate Links bestehen. Hier ein paar Tipps wie man mit Affiliate Links Geld verdienen kann ohne seine Stammleser zu vergraulen.

  • Nicht zu viele Affiliate Links setzen
  • Vor allem diese Produkte sollten bedenkenlos den Lesern empfohlen werden können
  • Gerade da hochwertige und gut recherchierte Artikel verfassen
  • Ein gesundes Verhältnis von Text zu Werbung (nicht 100 Wörter mit 10 Links)
  • Im Artikel darauf hinweisen, dass man beim Kauf mitverdient
  • Wer Angst vor Abwertung hat, kann diese Links maskieren
  • Nicht nach der höchsten Provison, sondern nach Relevanz aussuchen

Wenn diese Tipps beachtet werden, dann steht einem erfolgreichen Verkaufen doch nichts mehr im Wege, oder? Naja ok, ich merke schon, dass immer noch Bedenken oder Fragen da sind.

Tools und Plugins für das Affiliate Blogging

toolsEine grosse Angst der Blogger Affiliate Links zu setzen ist meistens eine Abwertung des Pageranks oder gar das Ranking in den Suchergebnissen. Wer sich mit viel Fleiss ein gutes Ranking erarbeitet hat, will das natürlich schwer wieder hergeben, verständlich. Google sieht es nicht besonders gerne, wenn mit Links Geld verdient wird, schliesslich ist das kein “natürlicher” Linkaufbau. Nun, wenn Google es also nicht gerne sieht, dann sollten sie die Links auch nicht zu sehen bekommen.

Affiliate Links als NoFollow Links

Wenn es das einzige Problem ist, na dann?! Google verfolgt grundsätzlich jeden Link der irgendwo platziert ist, mit einer Ausnahme! Links die als NoFollow gekennzeichnet sind verfolgt Google nicht weiter und wertet ihn auch nicht als wichtigen Backlink. Also sollten die Affiliate Links (genauso wie andere Werbelinks oder Banner) dieses Attribut haben. Im Quelltext ist so ein Link ganz einfach anzugeben.

Ein normaler Link sieht im Quelltext so aus: <a href=”http://www.deine-domain.de”>Linkbeschreibung</a>

Ein NoFollow Link sieht so aus: <a href=”http://www.deine-domain.de” rel=”nofollow“>Linkbeschreibung</a>

Überprüfen ob der Link auch wirklich auf NoFollow steht, könnt Ihr z.B. mit einem Firefox Addon wie Quirk SearchStatus

Affiliate Links maskieren

Was, jetzt sollen wir den Links auch noch Masken aufsetzen? Ja, genau so ist es auch gemeint. Es gibt natürlich auch viele Leser, die sich an Affiliate Links stören. Woran es genau liegt weiss ich leider auch nicht, vielleicht spielt Neid da auch eine grosse Rolle. Ein Typischer Affiliate Link mit seiner hässlichen Buchstabenkette ist natürlich sofort erkennbar und sieht dazu auch noch schlecht aus. Also verschaffen wir uns Abhilfe in dem wir den Links eine Maske aufsetzen. Der Link versteckt sich sozusagen unter einer Maske und gibt sein wahres Gesicht erst dann preis, wenn der Leser auf den Link geklickt hat. Natürlich wäre es viel zu aufwändig jeden einzelnen Link zu maskieren. Es gibt aber natürlich auch dafür elegante Lösungen. Eine der momentan modernen Lösungen ist durch das Microblogging entstanden.

URL kürzen in WordPress

Bekannte Dienste wie Tiny.url oder Bit.ly leisten genau das für lange URL’s. Diesen Service kann man sich natürlich auch direkt im Blog zu Nutze machen um seine Links zu maskieren. Es gibt 2 WordPress Plugins die genau das leisten.

  • ShortURL – WordPress Plugin um Links zu maskieren kürzen
  • GoCodes – WordPress Plugin um Links zu kürzen oder zu maskieren

Affiliate Plugin für WordPress

Wer es dann doch noch ein wenig komfortabler haben möchte, der braucht natürlich ein Plugin was am besten alles kann. Ich habe absichtlich nicht nach einem Plugin gesucht welches alle links automatisch in Affiliate Links verwandelt. Das Angebot an wirklich guten Affiliate Plugins die auch noch kostenlos sind ist wirklich dünn. Es gibt zwar einige die Links maskieren und/oder auf NoFollow stellen, dafür können sie sonst meistens nichts. Wer installiert schon gerne 3 Plugins um ein paar Affiliate links zu setzen? Ich hatte die Suche nach so einem Plugin eigentlich schon fast aufgegeben, da fand ich eine echte Perle in der hintersten Ecke des Internets.

Pretty Link Plugin für WordPress

pretty-linkWer plant Affiliate Links in seinem Blog einzusetzen, dem empfehle ich wärmstens dieses Plugin. Bei dem Funktionsumfang ist es fast unglaublich, dass es kostenlos ist. Es lässt wirklich kaum einen Wunsch offen und funktioniert wirklich einwandfrei. Dieses ist eines der Plugins für das man den Programmierer gerne entlohnt oder zumindest unterstützt. Hier die unglaublichen Features:

 

  • Erzeugt einfache, klare URL`s mit einer 301 Umleitung zu einer anderen URL
  • Erzeugt zufällige oder konfigurierbare 2-3 Buchstaben-Kurz-URL`s
  • Trackt die Anzahl der Hits pro Link
  • Trackt die Anzahl der Unique Hitspro Link
  • Erstellt individuell konfigurierbare Charts nach Zeitraum, Link und Hits
  • Zeigt Klick Details mit IP Addresse, Remote Host, Browser (inklusive der Browserversion), Betriebsssystem und verweisender Seite
  • Klick Details sind downloadbar im CSV Format
  • Intuitives Javascript / AJAX Admin User Interface
  • Pretty Links sind auch als Tracking Pixels konfigurierbar
  • Möglichkeit die Pretty Links direkt zu Twitter aus WordPress zu senden
  • Möglichkeit die Pretty Links direkt via Email aus WordPress zu senden
  • Man kann zwischen einer Temporary (307) oder Permanent (301) Redirection für die Pretty Links wählen
  • Links lassen sich in Gruppen aufteilen
  • Erstellt nofollow/noindex Links
  • Jeder einzelne Link ist an- und abschaltbar
  • Möglichkeit die User auf der Seite zu behalten durch die PrettyBar (Funktion wie Digg-Bar oder Yigg-Bar)
  • Die PrettyBar kann frei gestaltet und dem Bloglayout angepasst werden

Hier noch eine kleine Galerie in der der Funktionsumfang des Plugins noch ein wenig deutlicher wird.

So, damit habe ich das Thema Affiliate Marketing nun wesentlich umfangreicher behandelt als ich ursprünglich wollte. Wer jetzt immer noch nicht genug hat von diesem Thema, und jetzt erst richtig heiss geworden ist, dem gebe ich noch ein paar Linktipps mit auf den Weg.

Die 27 besten Affiliate Blogs stellen eine Menge an Blogs vor die sich hauptsächlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Ein paar interessante Blogs konnte ich in der Liste schon finden.

Eisy hat eine wirklich ganz tolle Reihe an bisher 6 Artikeln verfasst die den kompletten Werdegang einer Affiliate Aktion anhand eines Praxisbeispiels beschreiben. Auf so etwas hatte ich schon lange gewartet. Nun warte ich täglich auf die nächste Folge Affiliate Soap. Wann gibt es die denn Eisy?

Wie ist denn nun Eure Meinung zum Affiliate Marketing? Kommt es für Euch in Frage im Blog, oder nicht?

 

 

Rock on…

Keine Angst vor Affiliate Links im Blog


Donnerstag, Mai 28th, 2009, 12:28